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United Progressive Fraternity: Fall In Love With The World

Progressives Meisterwerk
Wertung: 9,5/10
Genre: Progressive Rock
Spielzeit: 68:25
Release: 10.11.2014
Label: Inside Out Music

United Progressive Fraternity? Das klingt nicht wirklich nach einem normalen Bandnamen. Ist auch keiner. Sänger Mark Trueack beschreibt das neue Projekt als ein „kollektives Konzept ähnlich einer Drehtür, bei dem die Mitglieder alles Mögliche zu einer progressiven Familie, einer Bruderschaft beitragen können“. Dazu hat der ehemalige Unitopia-Frontmann mit Matt Williams, Dave Hopgood und Tim Irrgang gleich drei seiner alten Bandkollegen mitgenommen. Der Rest des Line-Ups besteht aus Genrekollegen wie Guy Manning oder dessen Bandkollegen Dan Mash.

Das Konzept scheint in jedem Fall aufzugehen. „Fall In Love With The World“ strotzt auf insgesamt über 60 Minuten nur so vor verschiedensten musikalischen Ideen, die allesamt in exzellenter Manier zu kompakten und stimmigen Songs verwoben werden. Die Einflüsse wechseln dabei stetig. Innerhalb von Minuten hört man jazzige, arabische, fernöstliche oder traditionell rockige Elemente. Dank einem ausgeglichenen Mix kann man das auch alles wunderbar heraushören. So sind nicht nur die Soloinstrumente, sondern auch die Basslinien deutlich zu hören, ohne dass bestimmte Instrumente übermäßig in den Vordergrund gestellt werden. Sänger Mark Trueack macht einen überzeugenden Job am Mikro und auch die Songtexte sind durchaus durchdacht und werden gelegentlich auch passend mit kurzen Sprachfrequenzen unterstrichen.

Was die Dauer der einzelnen Songs angeht, finden United Progressive Fraternity eine für eine progressive Gruppe überraschend ausgeglichene Mischung. Mit „Travelling Man (The Story Of ESHU)" gibt es einen regelrechten Epos. In 22 Minuten wird hier die Geschichte des afrikanischen Gottes Eshu erzählt. Die musikalische Untermalung wechselt dabei durchgehend. Orientalische Klänge versetzen den Hörer auf einen arabischen Basar und exotische Flötenklänge lassen an Südamerika denken, nur damit zahlreiche Breakdowns oder Rhythmuswechsel einen wieder aus den Träumen reißen, bevor die nächste exotische Sequenz beginnt. Definitiv der anspruchsvollste, aber dadurch auch interessanteste Song des Albums. Dem gegenüber stehen allerdings auch mehrere kürzere Nummern. Natürlich können Songs wie das fünfminütige „The Water“ oder der vierminütige Titeltrack nicht mit dieser Komplexität mithalten. Dafür sind sie allerdings wesentlich leichter zugänglich und dank überragend abwechslungsreichen Arrangements nicht weniger fesselnd. Wem beides zu extrem ist, der findet in „Intersection“ und „Choices“ zwei Songs, die die perfekte Mischung beider Welten darstellen.

Abgesehen vom epischen, an Two Steps From Hell erinnernden Opener „We Only Get One World“ und dem etwas zu gleichförmigen und damit als einziger Song etwas enttäuschenden “Religion Of War” zieht sich eine unglaubliche stilistische Vielfalt durch das gesamte Album. Anspieltipps zu geben ist zum einen extrem schwierig und würde dem Gesamtwerk der Musiker zum anderen auch einfach nicht gerecht. Jeder der Songs besitzt individuelle Trademarks und seine ganz eigene Atmosphäre. Und auch nur eine dieser exzellenten Kompositionen zu verpassen, wäre eine Schande!

Alles in allem ist United Progressive Fraternity mit „Fall In Love With The World“ also ein verdammt starkes, extrem interessantes und abwechslungsreiches Debütalbum gelungen, dass den Hörer über seine gesamte Spielzeit - und die ist nicht gerade kurz - fesselt und sich vor keiner der bekannteren Genregrößen verstecken muss. Bleibt nur zu hoffen, dass wir in Zukunft noch wesentlich mehr Musik dieses Kalibers von United Progressive Fraternity zu hören bekommen.

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