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Unisonic: For The Kingdom EP

„A bisserl mager“
keine Wertung
Genre: (Melodic) Power Metal
Spielzeit: 29:33
Release: 23.05.2014
Label: earMusic

Während sich viele Bands damit begnügen, im Vorfeld eines Full-Length-Releases einen Videoclip (gerne auch häufig die Sparvariante in Lyric-Clip-Form) ins Netz zu posten oder ein, zwei Nummern auf Soundcloud zu packen, so darf sich der geneigte Unisonic-Fan einmal mehr auch über eine käufliche Variante freuen – knapp zehn Euro müssen also für einen Song herhalten, der auch auf dem Album stehen wird, ein Lied ist hier exklusiv zu finden und vier Songs kommen als Liveversion daher, die allesamt auf dem tschechischen  Masters Of Rock mitgeschnitten worden sind.

Muss man nun auch nochmals mit Kiskes Metalbemerkungen zu Felde ziehen und sich dann wiederum wundernd am Kopf kratzen, warum er denn nun doch wieder auf dem Melkschemel Metal Platz nimmt und dabei einmal mehr so gar nicht schafft, mit seiner Truppe Unisonic die alten Helloween-Fesseln abzustreifen? Ja, muss man, denn wenn man die Fanbrille abnimmt, dann dürfte doch auffallen, dass genau die Fans bedient werden, die vormals verbal abgestraft wurden. Und trotzdem muss man natürlich auf der Habenseite verbuchen, dass „For The Kingdom“ mit ordentlichem Doublebassgewummer, saftigen Keyboardteppichen und einer verdammt griffigen Gesangsleistung schnell zum Ohrwurm heranreift – aber, und dieses muss leider sein, auch von Helloween anno Tuck nicht anders ausgesehen hätte. Da kann man nur hoffen, dass Unisonic auf der Full-Length doch etwas mehr Eigenständigkeit aufweisen werden.

Interessanter dürfte die hier exklusive Nummer „You Come Undone“ sein. Hier sorgen Unisonic mit einer deutlich metallisierten Hard-Rock-Mischung für jede Menge gute Laune auf helloweenscher Basis – also wie gehabt, aber halt auch nicht schlecht und irgendwie der einzige Kaufgrund dieser EP. Denn die vier Livesongs können einfach nur eine Mogelpackung sein. Wieso das? Wer Kiske und Co. beispielsweise beim Rock Hard Festival 2012 erlebt und nicht unzählige Biere zwecks ordentlichem Nichtfeintuning intus hatte, dem ist sicherlich aufgefallen, dass zwischen Studiogesang und eben live auf der Bühne doch ein paar Welten liegen, die sich in schiefen Tönen nachweisen lassen – ergo: Bei den Liveaufnahmen ist im Studio mehr als deutlich so einiges gerade gebogen worden. Das macht das Ganze sicherlich hörbarer, aber authentisch ist dann doch anders. Etwas schade ist dazu zusätzlich, dass die Liveatmosphäre ein wenig zu spärlich eingefangen wurde. Über die ausgewählten Songs braucht man nicht streiten, denn das ist wie immer Geschmackssache, wobei Unisonic rein subjektiv bessere Songs in petto haben.

Unterm Strich darf der Sinn der EP gerne einmal hinterfragt werden, vor allem in Zeiten, wo das Gemoser der Plattenfirmen über sinkende Absätze nicht abreißt und der Metal-Musikzirkus noch immer mit einer unanständigen Flut an neuen Tonträgern förmlich überschwemmt wird – irgendwann ist halt Ende der Fahnenstange. Nur eine wirklich neue Nummer ist einfach „ a bisserl mager“.

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