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Uni_Form: 1984

Uni_Form mit zweiter Veröffentlichung
Wertung: 7/10
Genre: Dark Wave
Spielzeit: 49:16
Release: 16.11.2012
Label: Danse Macabre

Uni_Form veröffentlichen mit „1984“ ihr zweites Album. Inspiriert also ganz klar durch George Orwells Dystopie „1984“, der in einer Zeit nach einem Atomkrieg spielt und in einem absoluten Überwachungsstaat. Wer das erste Album der Musiker kennt, weiß, dass dieser Überwachungsstaat nun mit düsteren Klängen und Kontrasten versehen werden wird.

„Walking On A Fire Line“ beginnt mit ruhigen, verzerrten Klängen und wird langsam durch das Schlagzeug zum Leben erweckt. Ganz langsam entwickelt er sich und erinnert dann stark an Depeche Mode. Der Refrain geht schnell ins Ohr und hat das Zeug, in diesem hängen zu bleiben. Es ist also ein gut gewählter Opener, der schon das Verhängnis des Verloren Seins aufgreift. „Still Alive“ beginnt mit wesentlich mehr Power und wird eher für volle Tanzflächen sorgen als noch der erste Track. Auch die Vocals sind hier eingängiger und schon von Beginn an des Gesangs wippt man mit. Wo „Walking On A Fire Line“ noch den Refrain brauchte, um ins Ohr zu gehen, macht „Stay Alive“ von Beginn an deutlich, dass man lebendig ist. Auch „Faith“ ist ein guter Song, der sich unter Seinesgleichen im Genre Dark Wave wohlfühlten dürfte, allerdings fehlt auch hier noch das gewisse Etwas, was es Wert macht, den Song wieder und wieder zu hören.

Der Titelsong „1984“ reiht sich an vierter Stelle ein und bringt den Hörer in Fahrt. Hier wird deutlich gezeigt, was von der Einschränkung der Redefreiheit und anderen Kontrollen durch den Staat gehalten wird. Aber auch dieser Song plätschert etwas dahin. Er ist sauber aufgenommen, die Vocals sind in Ordnung, aber mehr ist nicht rauszuholen. Schade eigentlich. Anders klingt das schon bei „A Cloud Over Time“. Hier zeigen Uni_Form, was sie seit 2007 gelernt haben. Der Song beginnt mit einem tollen Atmosphärenaufbau, in welchen nach und nach weitere Instrumente integriert werden. Längere Zeit ahnt man nicht genau, worauf es hier hinauslaufen soll. Die beginnenden Vocals nehmen dann den Hörer an die Hand und die Melodie, die sich nun schon gefestigt hat, bleibt sich treu. Im Refrain werden wieder Ähnlichkeiten zu anderen Bands aus den 80er Jahren deutlich, was nicht störend ist und auch nicht abgekupfert klingt.

„Room 101“ beginnt nahezu trillernd, die Melodie wabert anfangs, ändert sich dann aber zu einem eingängigen und schnellen Sound, der Spaß macht, der in die Beine fährt und zeigt, dass Power vorhanden ist. Gefolgt von der etwas schnelleren Nummer kommt „Sacer Mater“, ein sehr ruhiger Song, der sowohl vom Aufbau, von der Melodie und den Vocals das Zeug hat, der Song zu sein, den man immer mit dem Album „1984“ in Verbindung bringt. Zum Glück ist das nicht der letzte gute Song, denn auch „Danger“ steht dem in fast nichts nach, nicht ganz so eingängig, im Text zu viele Wiederholungen, aber ein Stück, das Energie und Ziele darstellt. Gesellschaftskritik kommt dann mit „Sex With Pleasure Is Crime“ noch dazu und mit „We Are The Dead“ findet das Album einen guten Abschluss. Beginnend und nur die Stimme hörend baut sich hier ein düsteres Ende auf. Sehr schnell geht es in den sehr eingängigen Refrain „We Are The Dead Men“ und obwohl sie dies wiederholen und wiederholen, wird es nicht zu viel. Die Vocals düster, die Keys bezeichnend, ist dieser Song der Grund, warum man die Platte in den Rewind schickt und wieder anhört. Uni_Form liefern hier ein solides Werk ab, was den Anhängern der 80er Jahre und det Dark-Wave-Szene gut gefallen dürfte.

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