Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Unheilig: Puppenspiel

Unheimlich schöne CD mit klasse Rock-Songs und himmlischen Balladen
Wertung: 8.5/10
Genre: Gothic Rock
Spielzeit: 55:34
Release: 22.02.2008
Label: Soulfood Music Distribution GmbH

Nach einigen kleineren Lebenszeichen wie einem Best Of-Album oder einer Single mit Project Pitchfork, haben die, die Wartezeit auf ein neues Album überbrückenden, Veröffentlichungen nun ein Ende – denn das neue Album, und somit der achte Longplayer und das fünfte offizielle Album, der deutschen Gothic-Rock-Band Unheilig steht kurz bevor!

In Gestalt einer Puppe, bzw. der lenkenden Person, präsentiert uns der Graf, alias Unheilig, sein neuestes Werk Puppenspieler: Ein Konzept-Album, dass vorrangig verschiedene Arten von menschlichem Miteinander und Beziehungen behandelt. Mal schlüpft man in die Rolle des Puppenspielers und nimmt selbst die Dinge in die Hand, mal scheint jemand anderes, wie eine Schicksalsgöttin gleich, den Lebensfaden zu spinnen. Auf diesen wechselreichen und breit gefächerten Fragen aber auch Problemen basierend, haben Unheilig ein abwechselungsreiches Album geschaffen, mit dessen Texten man sich oftmals selbst identifizieren kann und sich somit beim Hören auf eine Achterbahnfahrt der Emotionen begibt.

Mit einem gewohnt charismatischen Intro beginnend, taucht man ein in die Welt der Marionetten, Bühnen und Fäden-Kunst – gleich zu Beginn tritt der „Puppenspieler“ ins Licht. Er präsentiert sich mit einem stampfenden Beat, kleinen elektronischen Feinheiten und einem einprägsamen Refrain.

Ungewohnt rockig zeigt sich das „Spiegelbild“ – ein ziemlich von Gitarren dominierter Song, der besonders im Refrain durch die melodischen Elemente zu bestechen weiß.

Bisher waren die Stücke zwar nett anzuhören, aber noch lange keine Hits, ein richtiger Ohrwurm ist erst „Sei Mein Licht“, ein ruhigeres Stück, das zwar anders als Lieder vom Album „Zelluloid“ klingt, aber ebenfalls mehr elektronisch ist.

Mein Favorit ist der „Feuerengel“, ein bombastischer Song, der nicht zu rockig und nicht zu soft ist, aber dennoch treibende Parts, wie auch melodisch-ruhige Elemente aufweist, während der Gesang mehr als gelungen ist.

Ein weiterer Song der ruhigen Art ist „Wie Viele Jahre“, der auch sehr emotional und verträumt erscheint. Hier hat mich besonders das klare und passende Schlagzeug überzeugt, welches der Ballade einen angenehmen Druck verleiht. „Lampenfieber“ hingegen ist in dieser Hinsicht leider weniger gut, da das Drumming doch sehr einseitig wirkt. Insgesamt halte ich das aggressivere Stück für nicht so sehr gelungen, da es einen hektischen Eindruck macht und die sonst so bestechenden Elemente Unheiligs hier fehlen.

Fazit: Eine unheilig, bzw. unheimlich schöne CD mit klasse Rock-Songs und himmlischen Balladen. Meine persönliche Lieblings-CD wird zwar weiterhin Zelluloid bleiben, da die elektronischeren Stücke meiner Meinung nach mehr Druck und noch bessere Melodien hatten, aber trotzdem kann ich diese CD nur jedem Unheilig-Fan ans Herz legen. Auch wer Unheilig noch nicht kennen sollte und Gothic-Rock mit elektronischen Einflüssen mag, sollte auf jeden Fall mal ein Ohr riskieren!

Kleine Anmerkung: Für die Rezensierung stand mir nur eine angespielte Promo-CD zur Verfügung, weswegen die angegebene Spielzeit von der hier angegebenen etwas abweichen könnte.

comments powered by Disqus

Sieben Alpha-Hein-Mücks

Doomiges Live-Konzert in eine mögliche neue Normalität

Der Erstlingsroman des Musikers kann sich sehen lassen

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna

Von Jahr zu Jahr kommt man einfach immer mehr auf den Boden der Tatsachen