Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Undivine: Into Dust

Undivine zeigen suizidale Tendenzen
Wertung: 8/10
Genre: Melodic Black/Death Metal
Spielzeit: 45:19
Release: 04.09.2009
Label: Northern Silence Productions

Undivine haben es sicher mit ihrer schwedischen Herkunft nicht leicht; zu viele erstklassige Bands haben ihre Heimat in der Metal-Hochburg, zu viele schwedische Bands sind in der Masse untergegangen. Auch der Stil Melodic Black/Death, den die Fünf für sich beanspruchen, ist keineswegs neu. Dass die Songs des zweiten offiziellen Albums aber so grooven können, war nicht zu erwarten, vor allem da die Band erst seit knapp vier Jahren existiert.

Die ehemaligen Bandmitglieder der Black/Death-Kombo Mortellez und ihre Kollegen, die sich bis 2006 noch Svartalv nannten, machen keine Gefangenen und starten gleich nach dem Intro mit "From Sickness And Disease" ordentlich durch: Die Doublebass fegt durch die Boxen, der Song groovt sehr und Tommy schafft es phasenweise, gleichzeitig nach Cradle Of Filth und Chimaira zu klingen.

Der wahnwitzige Einsatz des Schlagzeugs und die sehr geilen Vocals, die von Bassist Kristofer im Hintergrund unterstützt werden, machen "Deadbells" zu einem der besten Songs des Albums, das mit einigen Überraschungen aufwarten kann. Nicht nur, dass es hier nicht um bloßes Gekeife und Geknüppel geht, es wird sogar eine ganz eigentümliche Stimmung erzeugt, die zwischen apokalyptisch ("Sowing The Seeds Of Downfall") und gefährlich depressiv schwankt.

Letzteres prägt vor allem das unglaubliche "I Dream Death". Der Titel ist Programm, die Band erinnert hier stark an Suicide Metal-Bands wie ihre Landsmänner Lifelover oder die alten End Of Green und kreieren mit einer sehnsüchtigen Melodie die typische skandinavische Melancholie. Durch den größtenteils gesprochenen Text und die spannenden Gitarrensoli katapultiert sich das Stück ganz nach vorne auf meine persönliche Bestenliste.

Erstaunlich abwechslungsreich gestaltet sich die Platte auch durch den Stimmungswechsel zwischen dem eben genannten Stück und dem folgenden "Wake Up To Another Nightmare", das ordentlich Rock ´n Roll versprüht. Auch hier kommt der Groove nicht zu kurz, die alte Schule weiß sich ordentlich inmitten der modernen Stücke zu behaupten.

Das Titelstück "Into Dust" entpuppt sich hingegen als wahres Monster; zu Anfang vernimmt man piepende Herztöne, bevor sich der Song allmählich in den Vordergrund schleicht. Hier wurde ein komplexes Stück geschaffen, das sich dem Hörer erst nach mehreren Durchläufen völlig erschließt.

Selten habe ich eine derart abwechslungsreiche Black/Death Metal-Band hören dürfen. Das schwedische Quintett bietet neben tollen Vocals auch innovative Instrumentals und vor allem eine großartige Stimmung, die sich durch das komplette Album zieht und dem Hörer unter die Haut gehen dürfte.

comments powered by Disqus

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging