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Ummananda: Dream Is Destiny

„Des kannst deim Frisör erzähln!“
Wertung: 8,5/10
Genre: Folk / Folk Rock / Poprock
Spielzeit: 52:33
Release: 13.07.2013
Label: Eigenproduktion / Hey!band Records

Nun ist es also da, das zweite Album der Nürnberger Ummananda. Die Formation, die sich um den Ummanandamann Martin Stüllein entwickelt hat ist insgesamt noch nicht so alt und in der Konstellation, die die CD eingespielt hat, gibt es die Band noch kürzer.

Nichtsdestotrotz hat die Band einen großen Schritt nach vorne gemacht. „Dream Is Destiny“ klingt schon von Beginn an ausgereifter und ausgewogener als der Vorgänger.

Dieser Eindruck beginnt bei so profanen Dingen wie dem Layout und endet bei der Komplexität der Kompositionen. Diese sind nicht unbedingt komplizierter als auf dem Debütalbum „The Rivers Mouth“, sie sind eingängiger, mitreißender und vereinnehmender. Ein Glanzbeispiel hierfür ist schon der Opener der Scheibe. Mit verdammt viel Gefühl versetzt einen der Titel in eine warme Sommernacht an ein Lagerfeuer, es gibt Wein, viele Freunde, eine gute Stimmung und lockere Musik von Freiheit und Lebenslust. Klar, „Ummananda“ ist schon ein ganz toller Song. Selbst völlig fantasielose Menschen sollten hier ein kleines Kopfkino abspielen können.

Diesen extrem hohen Qualitätsstandard können nicht alle Lieder auf der Platte halten. Allerdings gibt es auch keinen Song auf dem Silberling, der weit unter diesem Niveau liegt.

Unter den ersten paar Nummern ist fast kein Leistungsabfall zu bemerken. „Mula Loca“ ist eine tolle (fast)-Akustikkomposition, die zwar vielleicht nicht ganz so gut platziert ist, aber trotzdem überzeugen kann.

„Lonely Surfer“ ist auch einer dieser Stimmungssongs, die nach Lagerfeuer, Bier und einer guten Zeit schreien.

Überhaupt fällt und steigt die Musik der Band mit ihrer übertragenen Stimmung. Das dürfte auch das Hauptkriterium für den einzelnen Hörer werden. Entweder man kann sich in diese Klangwelt hineindenken und mit ihr fühlen, oder nicht. Wenn ja, dann eröffnet die Musik von Ummananda weite Horizonte und Freiheiten und wenn nicht, dann findet man die Musik wahrscheinlich einfach nur kitschig.

Tatsächlich erschaffen Ummananda mit ihrem Zweitlingswerk natürlich weder den Folk noch die Rockmusik neu. Trotzdem muss man, ob Freund oder Feind der Formation, eingestehen, dass die Band so eigenständig und selbstbestimmt agiert wie nur möglich.

Die entsprechende Interpretationsfreiheit nimmt sich die Band auch bei dem The Gun Club-Cover „Mother Of Earth“. Man erkennt das Original schon, aber die Ummananda-Note überwiegt deutlich.

Eine wirklich innovative und musikschöpferische Nummer hat die Band noch ganz am Ende der CD platziert. „Der Evolution Song“ ist eine witzige, dem Hörer den Spiegel vorhaltende Eingebung über das Leben eines Künstlers und im Prinzip über das Leben eines jeden von uns. Der Kultfaktor daran besteht vor allem in der fränkischen Mundart, in der der Song gesungen wird.

Die Scheibe ist vor allem für Freidenker interessant, die sich keinem Schubladendenken hingeben wollen und eine gewisse Sehnsucht nach Freiheit verspüren. Ummananda sprechen die innersten Sehnsüchte des Menschen an und stimulieren sie noch zusätzlich. Für Sommer, See, Liebeleien und Sex ist die Platte der perfekte Soundtrack.

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