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Umbra Et Imago: Motus Animi

Ein Album, das man sich als Umbra et Imago Fan sowieso zulegt
Wertung: 7.5/10
Genre: Gothic Rock
Spielzeit: 59:7
Release: 31.01.2005
Label: Indigo

Die Karlsruher Gothic & SM Combo Umbra et Imago feierten dieses Jahr bereits ihr 14. Bandjubiläum. Was doch als berechtigter Anlass angesehen wurde, eine kleine Werkschau der Besonderen Art und Weise zu präsentieren... Und zwar in Form einer neuen Albumveröffentlichung inkl. DVD zum Preis einer regulären CD...

Also ein "Best of" Album ist "Motus Animi" definitiv nicht geworden. So war es auch nie konzipiert gewesen. Es ist mehr eine momentane Bestandsaufnahme der Band, die einerseits Remixe und Neueinspielungen vom aktuellen Album "Memento Mori" (2004) bietet, aber auch einen neuen Song ("Stalker"), eine Coverversion ("Kokon", im Original von ASP) und eben ganze vier unterschiedliche Versionen das Umbra et Imago & Peter Heppner Klassikers "Hörst Du mein Rufen?" aus dem Jahre 1996 (vom Album "Mystical Sexualis") auffährt.

Gehen wir also nun mal auf die einzelnen Songs des aktuellen Albums ein. Vorweg muss ich sagen, dass ich einerseits von diversen Neuinterpretationen echt begeistert bin, aber auf der anderen Seite vor Entsetzen fast vom Stuhl gefallen wäre, mit dem was man da m.u. schon verbrochen hat.

Zu den Highlights der Audio CD:

+ Das "Intro" ist eine instrumentale Neueinspielung und stammt im Original aus dem Stanley Kubrik Kultfilm "Uhrwerk Orange". Ein wirklich sehr schöner und atmosphärischer Einstig, wie man berechtigterweise sagen muss.

+ "Hörst Du mein Rufen?" (Version 2005) wurde in dieser Version von Umbra et Imago selbst komplett neu eingespielt und ist wahrlich als absoluter Knüller zu bezeichnen! Die Gitarrenriffs klingen sauberer und härter als je zuvor und die Kombination mit Peter Heppners Stimme stellt eine wunderbare Symbiose zu Mozarts rauer Gesangslange dar. Einfach nur genial!

+ "Stalker" ist ein neuer Umbra et Imago Song und weiß ebenso durch "Neue deutsche Härte" zu begeistern. Textlich zwar mal etwas anderes (es geht wie der Titel schön verrät um die Stalker-Thematik), aber Umbra-like wie eh und je umgesetzt und somit mein zweiter Toptitel auf dem Album.

+ "Lieber Gott" bietet im „Dracul RMX“ einige neue Facetten: ist u.a. sehr basslastig, schnell und eingängig. Eine sehr gute „Alternative" zum rockigen Original.

+ "Kokon" ist eine Coverversion des ASP Klassikers. Was soll man hier sagen? Wenn die Band wirklich SO ihren Stil weiterverfolgt, ist sie wohl wirklich eine Ausnahme und Gegenpol in einer (Gothic-)Szene, die leider immer „glatter, oberflächlicher und kommerzieller" wird: Grandios, originell, hart und sehr empfehlenswert. Ein absolutes Brett!

+ "Hörst Du mein Rufen?" (:Wumpscut: Version) ist eine über 7:30 Minuten lange Elektro-Pop Nummer der wirklich gediegenen und positiven Art geworden. Hat irgendetwas 80er Jahre-mäßiges an sich und der Song geht schnell ins Ohr. Mal etwas anderes von Soundtüfftler Rudy Ratzinger, aber immer noch als durchaus gelungen zu bezeichnen.

+ "Hörst Du mein Rufen" (Suicide Commando Version) ist schön krachig, stampfend und schnörkellos... Und wohl der beste der insgesamt drei Remixe dieses Songs auf dem Album.

Aber nun mal zu den Schattenseiten der CD:

Die Songs und Versionen von "Sweet Gwendoline" (gecovert von ASP, welcher es auch schon geschafft hat, den Song "Collective suicide" von Terminal Choice durch seine Neuinterpretation völlig zu verschandeln) und "Ein letztes Mal" unter der Mitwirkung von Leaves Eyes sind nur noch fürchterlich und (fast schon) zum Weglaufen geeignet. Tut mir Leid: Diese Nummern sind wirklich der letzte Heuler und nur noch als mäßig bis schlecht zu bezeichnen. Hätten wirklich nicht sein müssen.

Relativ unauffällig und fast schon "Fülltitelmäßig" kommt auch der Monzelle-RMX von "Sagt nein!" daher, ebenso der Retrosic-RMX von "Hörst Du mein Rufen?". Und was den Birkenbeil-RMX von "Stalker" angeht, ist dieser auch als „ganz nett“ zu bezeichnen... Aber nicht mehr und auch nicht weniger.

Ergo, hat man meiner Meinung nach zwar einen sehr interessanten Versuch gewagt und geht was Songs und Interpretationen von Umbra et Imago selber angeht auch vollkommen in die richtige (musikalische) Richtung. Aber beim Rest ist das eher leider das Gegenteilig!

Mozart und seine Umbra et Imago Manen sollten sich so weiterentwickeln wie sie es gerade tun, aber in Zukunft wohl bitte besser auf derartige Compilations verzichten.

Zur Bonus-DVD sei soviel gesagt:

Sie bietet über 60 min. wirklich tolle und informative Unterhaltung. Insgesamt enthalten sind drei Livesongs vom "Loreley Festival 2004" ("Memento Mori", "Schlag mich" und "Ein letztes Mal"), die beweisen, dass Umbra et Imago live immer noch unterhalten und begeistern.

Zudem gibt es noch ein ganz aktuelles und informatives Interview mit der Band von insgesamt über 30 Minuten Länge und zum Schluss führt uns Mozart höchstpersönlich noch ganze 10 Minuten durch seine Home-Base, die Kulturruine in Karlsruhe. Sehr schick, muss man sagen!

Fazit: Ein Album, das man sich als Umbra et Imago Fan sowieso zulegt und besonders wegen der DVD sehr interessant ist, aber als normaler Konsument langt es auch, wenn man auf die bisher erschienen Alben zurückgreift. Aber dennoch: Umbra et Imagos Entwicklung ist enorm und als extrem positiv zu werten! Ich freue mich jetzt schon, auf weitere Outputs der Band!

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