Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Ulvhedin: Pagan Manifest

Auf den Spuren der alten Helden
Wertung: 7.5/10
Genre: Pagan Metal
Spielzeit: 42:3
Release: 25.10.2004
Label: Einheit Produktionen

Wenn man sein Album „Pagan Manifest“ nennt, hat der Hörer schon vor dem ersten Hören der Musik eine ziemlich genaue Vorstellung dessen, was gleich seine Gehörgänge durchpusten wird. Also, nichts wie ran an das Scheibchen. Man wird folglich nicht enttäuscht, denn das, was aus den Boxen dröhnt, ist epischer Pagan Metal mit durchdringenden Melodiebögen. Die Musik bewegt sich irgendwo im Fahrwasser von neuerem Bathory, Einherjer und Konsorten. Dies soll aber keinesfalls abwertend gemeint sein, denn die 1994 gegründete vierköpfige Truppe macht ihre Sache, nämlich episch-bombastischen Metal mit einer großen Portion Heidentum zu präsentieren, wahrlich gut. Die Texte, welche alle von der Frau von Drummer Gjerde verfasst sind, spiegeln das durchweg heidnisch-nordische Erscheinungsbild der Norweger wieder.

Eingestiegen wird mit der Perle „Element Of Sorrow“, welche noch recht freundlich daherkommt und dem geneigten Pagan Metaller nicht gleich mit Gedresche die Ohren stopfen will. Die Melodien der Gitarren bleiben sofort hängen und das minimalistische Drumming tut das Übrige, um den Hörer in die Welt von Ulvhedin einzuführen. So geht es bei Lied Nummer 2 „Maanelys“ nicht weniger melodisch, aber doch ein gutes Stück härter und schneller, zur Sache. Ein paar Breaks und Tempiwechsel machen das ganze interessanter. Der „One Eyed God“ stolziert mit schneidenden Riffs und einigen Double-Bass-Attacken voran. Die Lobeshymne an den Allvater Odin dauert knapp sechs Minuten, was aber keine Seltenheit darstellt. Alle Songs bewegen sich zwischen ca. vier und sieben Minuten. Weiter mit „Where Spirits Gather“: Das Lied verwendet auch hier wieder das bewährte Erfolgsrezept der vorangegangenen Songs, bringt aber mit einem netten Keyboardteppich noch einen anderen Aspekt in das so schon interessante Klangbild.

Nach „The Ungodly Path“ folgt der namensgebende Titel „Pagan Manifest“ an Stelle 6 und sticht wahrlich heraus. Hier sind nicht nur alle Komponenten perfekt zusammengekommen, nein, hier wird auch die meiste Abwechslung geboten mit interessantem Drumming und ein paar Kreischern, um die Atmosphäre zu verstärken. Die weinenden Gitarren spielen auch mal ein kleines Solo, passen sich dann aber wieder super ein und bolzen voran. Beim siebenminütige Epos „Echo Of The Goddesses Voices“ kommen noch einmal die Riffliebhaber auf ihre Kosten. Hier holen die Haugesunder noch einmal alles aus ihren Saitenäxten heraus. Beendet wird die gut 40 Minuten lange Scheibe durch das Outro „Gnipahellir“, welches den Hörer langsam wieder in die richtige Welt entlässt. Schwermütig kann man nur noch auf das nächste Album warten, welches in nicht allzu ferner Zukunft erscheinen soll.

Ulvhedin haben das Rad nicht neu erfunden, aber dieses doch sehr rund bekommen. Insgesamt haben sie ein starkes, eingängiges, melodisches, hartes, riffiges und griffiges Album vorgelegt. Wem Nomans Land zu weich sind und wer gerne ein paar schleppende Riffs in seinem Pagan/Viking Metal-Gemisch hat, der sollte die Norweger unbedingt antesten. Hörproben gibt's auf der Seite vom deutschen Qualitätslabel Einheit Produktionen.

comments powered by Disqus

Wenn es im August schneit und trotzdem alle schweißgebadet nach Hause gehen

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging

Trotz eher kurzem Set des Headliners ein schöner Konzertabend

Absolut fantastischer Konzertabend, der kaum überboten werden kann