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Ultimatum: Lex Metalis

Solide Coverscheibe, nicht mehr und nicht weniger
keine Wertung
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 50:38
Release: 09.10.2009
Label: Retroactive Records

Coveralbum, das drölfzigste. Und im Gegensatz zu Children Of Bodom, die mit „Skeletons In The Closet“ ebenfalls erst vor kurzem eine Coverscheibe veröffentlichen, wagen die Christen-Thrasher von Ultimatum es nicht, über den Tellerrand zu schauen. Mit anderen Worten: Hier werden hauptsächlich Thrash-Metal-Bands verwurstet, sowohl weltliche wie Metallica, Overkill oder Megadeth, als auch christliche wie Mortification und Vengeance Rising. Hinzu kommen dann noch die üblichen Verdächtigen wie Saxon, Iron Maiden, Judas Priest und Motörhead, also Gruppen, die teilweise aus der NWOBHM stammen und den Bay-Area-Thrash – und damit auch Ultimatum selbst – maßgeblich beeinflusst haben; außerdem ein Schuss Power Metal in Form von Metal Church und ein wenig Glam der Marke Twisted Sister.

Ob es nun sonderlich sinnig ist, als Thrash-Combo andere Thrash-Combos zu covern, beziehungsweise deren Einflüsse, die ihrerseits schon x-fach gecovert wurden, sei dahingestellt, ich selbst meine eher: nicht wirklich. Das soll allerdings nicht heißen, dass diese Scheibe – ganz true auf den Titel „Lex Metalis“, den sogar ich verstehe, obwohl ich in der Schule Französisch und nicht Latein hatte, getauft – absolut keine Daseinsberechtigung hätte. Denn dass die Jungs aus New Mexico ihren Helden Tribut zollen wollen, ist ja völlig in Ordnung und ihre Begeisterung für diese Aktion schlägt sich im Booklet in den Kommentaren zu den einzelnen Stücken deutlich nieder. Und außerdem haben das Metallica, die auf dieser Platte mit „Creeping Death“ vertreten sind, mit „Garage Inc.“ beispielsweise auch schon gemacht und eben diese Doppel-CD halte ich für ein sehr unterhaltsames, Party-kompatibles Werk.

Trotzdem wäre es sicher interessanter gewesen, auch mal Nachgespieltes aus anderen Genres zu hören, als zum hunderttausendsten Mal etwas von Priest, Maiden, Metallica, Megadeth, Motörhead oder Overkill – wenngleich der Titel des Albums dann natürlich nicht mehr wirklich Programm wäre. Man wird also nicht gerade mit Überraschungen überhäuft und weiß genau, was auf einen zukommt; aber auf der anderen Seite macht es ja durchaus Spaß, alte Klassiker wie „Denim And Leather“, „Creeping Death“, „Iron Fist“, „Ton Of Bricks“ oder „Steeler“ zu hören, wenngleich die meisten wohl – wie das eben so ist – eher die Originale vorziehen werden.

Ich bin eher zwiegespalten – schlecht ist die CD nicht, aber was will man auch großartig falsch machen, wenn man an den Originalen ziemlich deutlich dran bleibt, eben weil man so ziemlich dasselbe Genre spielt? Eine eigene Note wird dem Ganzen vielleicht noch durch das nach wie vor sehr eigenwillige Organ von Scott Waters verliehen, der so viel Rotze in seiner Stimme hat wie kaum ein anderer Sänger im Thrash-Bereich, während er in den melodischeren Momenten hin und wieder an eine heiserere Variante von Bon Scott erinnert – zum Beispiel beim Quiet Riot-Stück „Metal Health“.

Technisch ist hier wie gehabt alles im grünen Bereich, aber dass Ultimatum ihre Instrumente beherrschen, ist nicht wirklich etwas Neues. Ein Pflichtkauf ist „Lex Metalis“ sicherlich nicht gerade, aber von einem soliden Coveralbum darf man getrost sprechen. Dennoch sehe ich hier natürlich von einer Wertung ab, da es wenig Sinn macht, Nachspielungen zu bewerten.

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