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U.G.F.: Underground Groove Front

Zerstörerisch wie ein kalbender Gletscher
Wertung: 8,5/10
Genre: Groove Metal/ Death Metal/ Hardcore
Spielzeit: 35:22
Release: 17.01.2014
Label: Refused Records

Genau zehn Jahre hat es gedauert, bis U.G.F. mit dem zweiten Album herauskommen. In der Zwischenzeit ist natürlich viel passiert. Eines der letzten und wichtigen Ereignisse war der Weggang von Schreihals Armin Schweiger, der die Band verließ, um mehr Zeit für seine anderen musikalischen Projekte zu haben. Die Band nahm es gelassen und im Moment übernimmt Gitarrist Lukas Haidinger die Leadvocals. Auf dem Album ist Armin allerdings noch zu hören. Erst nach den Aufnahmen hat er die Band verlassen.

Das zweite Werk der Truppe aus dem deutsch-österreichischen Grenzgebiet bietet acht Songs und eine Laufzeit von 35 Minuten. Das ist nicht übermäßig viel, aber lieber kurz und knackig als lang und langweilig. Langeweile kommt tatsächlich keine auf. U.G.F. spielen kontinuierlich mit dem Tempo. Mal grooven sie bösartig langsam vor sich hin eie eine Walze aus heißem Teer. Ein anderes Mal geht es dann durchaus auch richtig flott zur Sache. Blast Beats sucht man zwar vergeblich, aber Double-Bass-Salven gibt es schon so manche zu hören. Die großen Pluspunkte können die vier Stampfmonster aber natürlich im Kriechgang setzen. Mit mächtig wuchtigen Riffs und ganz fiesen Fills von Drummer Martin Zeller wirkt das Quartett oft wie eine riesige Stahlmurmel. Nicht schnell, nicht berechenbar, oft ein bisschen schwerfällig, aber unglaublich tödlich.

Dabei beginnt die Platte gar nicht so stampfend. Vor allem die ersten beiden Nummern auf dem Tonträger sind zwei der schnellsten und klingen deutlich mehr nach Hardcore als man im ersten Moment erwarten würde. Diese Bewusstseinserweiterung steht der Formation allerdings ziemlich gut zu Gesicht und ganz nebenbei hat der Trommler auch mal die Chance, etwas mehr Gas zu geben. Erst mit „Groove Up Your Life“ kommt man musikalisch in dem Genre an, das man bei dem Bandnamen und Albumtitel ganz klischeehaft erwarten könnte. Nach der ungewöhnlich in Deutsch gehaltenen und verstörenden Nummer „Betonkrieg“ kommt man über „Shame“ wohl zum kräftigsten Stück auf der Scheibe. „The Great Deceiver“ ist ein brachiales Werk voller Verzweiflung, Wut und unendlicher Dunkelheit. Hier haben U.G.F. ein Meisterwerk geschaffen. Ob diese Stimmung allerdings auch live transferiert werden kann, muss sich zeigen.

Den Vergleich mit dem Erstlingswerk braucht man fast nicht mehr anstreben. Zuviel Zeit ist seitdem vergangen. Trotzdem kann man natürlich eine starke Weiterentwicklung der Musiker ausmachen. Die Songs sind außerdem komplexer, verschachtelter und griffiger als zuvor noch. Keine Frage, U.G.F. melden sich eindrucksvoll zurück. Jetzt kann man nur noch hoffen, dass bis zum nächsten Album nicht wieder zehn Jahre verstreichen.

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