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U.G.F.: The Taste Of Rust

Zäh wie Teer und giftig wie Schwefel
Wertung: 8,5/10
Genre: Hardcore/ Sludge
Spielzeit: 15:57
Release: 23.01.2015
Label: Eigenproduktion

Und wieder donnert es bitterböse aus dem bayrisch-österreichischen Grenzgebiet. Die Teer-Todesbleifraktion U.G.F. holt nach dem selbstbetitelten Album zum erneuten Präventivschlag aus. Dieses Mal gibt es das Liedgut allerdings nur in digitaler Form zu erwerben. Dadurch werden die vier Songs auf der EP „The Taste Of Rust“ aber keineswegs weniger interessant.

Im Verhältnis zur vorangegangenen Langrille präsentieren sich U.G.F. noch vielseitiger. Die auffälligste Veränderung gibt es im Bereich Melodien. Diese sind nämlich deutlich ausgeprägter zu finden als noch auf dem Album.
Jetzt kann man sich schon wieder die einen vorstellen, die gerade die Nase rümpfen und sich beschweren. „Wenn die jetzt weich werden, dann mag ich die gar nicht mehr hören!“

Langsam. U.G.F. basieren fast ausschließlich auf brachialen Grooves, tiefen Gitarren, einem mindestens leicht bekloppten Shouter und einem wahnsinnigen Drummer. Daran hat sich auch jetzt nichts geändert. Es gibt allerdings Veränderungen an den einzelnen Positionen. Nachdem Sänger Armin schon vor einiger Zeit den Dienst quittiert hat und dann Gitarrero Lukas den Posten am Mikro übernommen hat, hat nun für die EP der vorherige Aushilfstrommler Lukas (ja, der heißt auch Lukas Haidinger) die Arbeit hinter den Kesseln angetreten. Den Unterschied zum vergangenen Drummer Martin bemerkt man schon. Lukas spielt wesentlich emotionaler und lässt sich auch leichter zu Vollgasattacken hinreißen. Auf der anderen Seite kann er aber auch bitterlich böse grooven und richtig einen auf dicke Hose machen.

Die EP klingt entspannter als das Album davor. Wenn man sich die Platte ein paar mal anhört, dann wird immer bewusster, dass es hier keine einzige Note gibt, die nicht passt oder nicht überdacht wurde. Das liegt bestimmt auch daran, dass die Band neue Energie hat, aber auch wenn man diesen Aspekt außen vor lässt, dann kann das Songwriting noch locker überzeugen. Hier stimmt so ziemlich alles. Das Tempo wechselt nicht zu oft und die Grooves sind oft wahrhaft mörderisch.

Anhand des Openers „Neglect“ lässt sich das Erfolgsrezept schön dokumentieren. Nach einem tiefen Wuchtriff eingangs folgt ein Textpart, der sehr hardcorelastig ausfällt. Vergleiche mit Hatebreed oder Agnostic Front könnte man hier heranziehen. Kaum hat man sich eingeschwungen ziehen U.G.F. wieder die Handbremse. Ein längerer, oft mehrstimmiger Gitarrenteil, der wieder im langsamen Groove angesiedelt ist, wuchtet den Titel schwerfällig seinem Ende entgegen. Wer hier nicht mindestens mit dem Fuß mitwippt, hat absolut kein Gefühl für Musik.

U.G.F. lassen sich nicht aus der Bahn werfen. Konstant produziert man qualitativ hochwertige Musik, auch wenn die Rahmenbedingungen nicht zum Besten stehen. Mit „The Taste Of Rust“ zeigen die verbliebenen Bandmitglieder, dass der Standard auch weiterhin gewahrt bleiben kann. Nun heißt es, die Gruppe wieder auf die Bühnen zu bringen um die Mörderwalzen auch live wieder durch die Konzertsäle drücken zu können.

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