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U.D.O.: Celebrator (Rare Tracks)

B-Seiten-Best-Of mit fadem Beigeschmack
keine Wertung
Genre: Heavy Metal
Spielzeit: 54:01/ 52:36
Release: 04.05.2012
Label: AFM Records

Sind denn schon wirklich 25 Jahre seit der Gründung von Udos U.D.O. vergangen, dieser unsägliche Accept-Split mit der halbherzigen Comeback-Chose? Uns Udo scheint trotz der Jahre, was die Musik betrifft, nie gealtert, U.D.O. werden immer erfolgreicher, die Hallen bei den Shows werden wieder voller. 2012 also ist das Jahr für eine große Jubiläums-Sause und „Celebrator“ ist der erste Beitrag, im August soll dann ein amtlicher „Rev-Raptor“-DVD-Tourmitschnitt weiteren Stoff liefern.

So gilt es also, diese als „Rare Tracks“ verkaufte Doppel-CD unter die Lupe zu nehmen, doch mal ehrlich: Ist solch eine quasi Best-Of-B-Seiten eines Jubiläums wirklich würdig? 25 Tracks aus der Schaffensphase, zusammengekratzt aus Japan-Boni, Remixen und mit Gaststars veredelten Songs. So tummeln sich natürlich einige erstklassige Metalsongs wie z.B. der Opener „Stormbreaker“ der ersten CD auf diesem Doppelpack, da glänzen U.D.O. zusammen mit Hammerfall beim Klassiker „Head Over Heels“ und auch die leicht hysterische „Born To Be Wild“-Version mit dem Raven-Trio ist natürlich eine schön aggressive Hymne.

Der gute Eindruck wird allerdings auch locker wieder niedergemacht, denn eine der größten Metalhymnen aller Zeiten wird der Lächerlichkeit preisgegeben – Humor ist, wer trotzdem lacht, wenn „Balls To The Wall“ als Pianoversion mit cheesiger Keyboarduntermalung eher Suizidgedanken als ohrgasmische Freude hervorruft. Fast hörbar dagegen ist schon das weibliche weichliche „Dancing With An Angel“ mit Doro Pesch, die ja schon seit Jahren mehr auf Schmusekurs denn auf Metal-Gleisen segelt. Die Zusammenarbeit „They Only Come Out At Night“ wird da schon zum Edelstahlgenuss, auch wenn die kleinen discoverzerrten Backgroundgesänge schon arg am Toleranzkostüm zupfen.

Schnell wird noch ein Ohr für die drei eigentlichen Neuerungen auf „Celebrator“ riskiert, denn mit „Tallyman“, „The Silencer“ und „Artificialized“ sind sich auch drei bisher nicht veröffentlichte Songs vorhanden. Man hört ihnen an, dass sie bei den letzten Sessions entstanden sind, brummen ganz ordentlich und reihen sich locker in die Songs der letzten Alben ein, bergen aber auch keine wirkliche Überraschung. Während „Tallyman“ und „Artificalized“ eher zu den typischen U.D.O.-Stampfern gehörten, schmachtet sich „The Silencer“ deutlich gemäßigter, aber auch schwächer als die anderen beiden neuen durch die Digitalstrahlen.

Natürlich sorgt eine vermeintlich rare Track-Sammlung für Glanz in den Augen, denn endlich muss der Fan nicht mehr die zahlreichen Singles und Sondereditionen aus dem CD-Regal fischen, um sich vielleicht den einen oder anderen Favoriten anzuhören. Unterm Strich bleibt aber eher ein fader Beigeschmack, denn schon 2007 und 2009 kamen U.D.O. mit Compilations aus den Wuppertaler Niederungen – Fans der Band haben nur bedingt einen Grund, hier zuzugreifen, Neulinge sollten sich lieber die aktuelle Studioscheibe „Rev-Raptor“ schnellstmöglich besorgen. Wäre eine Bewertung fällig, müsste die CD wie Hertha und D’dorf in die Relegation.

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