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Type O Negative: Dead Again

Type O veröffentlichen ihr bestes Album seit etlichen Jahren
Wertung: 9/10
Genre: Gothic, Doom, Metal, Punk
Spielzeit: 77:35
Release: 16.03.2007
Label: Steamhammer/SPV

Nachdem es nach der Veröffentlichung von “Life Is Killing Me“ (2003) verdächtig still um die New Yorker von Type O Negative wurde, kehrt die Band um Frontmann Peter Steele nun endlich mit „Dead Again“ zurück. Und wie sie zurückkehrt! So eine grandiose Leistung hätte ich Type O Negative, um ganz ehrlich zu sein nicht mehr zugetraut. Sicherlich waren „Life Is Killing Me“ und „World Coming Down“ nette Alben und konnten mit einigen guten Songs auffahren, doch „Dead Again“ stellt seine beiden Vorgänger um Längen in den Schatten. Und auch wenn die Wartezeit von knapp vier Jahren (mal wieder) lang war, so muss man beim Hören des Albums einfach einsehen, dass sich diese absolut gelohnt hat.

“Dead Again” beinhaltet nämlich alles, was der geneigte Type O Negative - Fan von “seiner” Band erwartet. Und dies ist eine kraftvolle und homogene Mischung aus Gothic, Metal, Doom und Punk, getragen von der immer noch unglaublich charismatischen und eindringlichen Stimme von Peter Steele, die sofort den Hörer in seinen Bann zieht und diesen so schnell nicht mehr loslässt. Im Gegensatz zu den beiden bereits erwähnten Vorgängeralben kommt “Dead Again” ganz ohne durchschnittliche Songs aus und geht wesentlich schneller ins Ohr. Bemerkenswert, dass dieser Prozess schon beim ersten Hören beginnt, denn nicht wenige der zehn Songs kratzen an oder überschreiten die Zehn - Minuten - Marke.

Schon der am Anfang stehende Titelsong rechtfertigt eigentlich den Kauf des Albums. Beginnt dieser zunächst mit schweren, doomigen Riffs, schwenkt er schon bald in Richtung Punk um und macht genauso viel Spass wie das göttliche “I Don’t Wanna Be Me” (vom “Life Is Killing Me” - Album). Tanzen, Mitsingen, Headbangen, Geniessen ... all das ist mit diesem Song möglich.

Ziemlich cool ist auch, wie Type O Negative bei Songs wie “Tripping A Blind Man”, “Halloween In Heaven” (inklusive dem angekündigten Gastauftritt von Lycia - Sängerin Tara Vanflower) oder “She Burned Me Down” zur Sache kommen. Diese Songs schreien einfach danach, die neuen Lieblinge der Fans zu werden, denn schon lange habe ich von dieser Band keine so konstant sehr guten Hooklines und Refrains mehr gehört.

Mein Favorit auf “Dead Again” ist aber ganz klar das fesselnde “September Sun”, welches gleichermassen rockt wie unter die Haut geht. Imposant finde ich hier vor allem den Mittelteil, der dank Chören und Fanfaren sehr episch aus den Boxen dröhnt, und die songdienlich eingesetzten Keyboards, die dem Song eine ganze Menge Bombast und Pathos verleihen. Generell ist “September Sun” eines der progressivsten Stücke von “Dead Again”, überrascht dieses doch mit ständig neuen Details und unvorhersehbaren Elementen.

Meinen Hut ziehe ich auch vor den überlangen “The Profits Of Doom” (10:47) und “These Three Things” (14:21). Diese sind nicht nur urtypische Bandhymnen, sondern lassen trotz der langen Spielzeiten zu keiner Sekunde auch nur ein Fünkchen der Langeweile aufkommen. Hier wirkt nichts künstlich in die Länge gezogen, denn jede einzelne Sekunde macht Sinn und hat ihre Berechtigung. Obwohl mich “Some Stupid Tomorrow” nicht wirklich komplett umhaut, sind “An Ode To Locksmiths” und “Hail And Farewell To Britain” nochmals zwei echte Granaten und zeigen Type O Negative in absoluter Topform.

Fazit: “Dead Again” ist eines der Alben, die man dieses Jahr unbedingt gehört haben muss und den Fans aufgrund der Spielzeit von knapp 78 Minuten wirklich “value for money“ bietet. Type O Negative veröffentlichen ihr bestes Album seit etlichen Jahren und haben von ihrem ureigenen Stil nichts verloren. Die Songs von “Dead Again” sind allesamt bissig, spannend und verdammt cool. Für Type O - Anhänger ein absoluter Pflichtkauf, für alle anderen eine unbedingte Kauf- und Anhörempfehlung.

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