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Tyler Leads: Stay Ugly

Ein High Energy Rock’n’Roll Powerhouse
Wertung: 7,5/10
Genre: Heavy Rock
Spielzeit: 28:03
Release: 28.07.2017
Label: bangup bullet

Überfliegt man die Bandbiografie von Tyler Leads, fallen einem erstmal die zahlreichen Highlights ins Auge: Support für Thundermother (!), Dead Lord (!!), ein Gig auf dem Hellfest (!!!) und Rotation bei MTV und Viva. Schon mal sehr beachtlich für eine Band, die sich erst anno 2016 formiert hat und deren Mitglieder alle Anfang 20 sind.

2017 steht also nach dem Erstlingswerk „Burning Smoke“ die zweite EP „Stay Ugly“ in den Startlöchern. Und die feuert mit „Call Of the Wild“ gleich mal einen lupenreinen Hard-Rock-Überhit ab, der sich sofort mit einem Ohrwurm-Riff ins Gehirn fräst und es sich dort bequem macht. Sänger Johnny wechselt gekonnt zwischen rauen Screams und markantem Clean-Gesang. Der Rest der EP fällt, bis auf den letzten Track „Electric Wasteland“, etwas ab, was aber bei einem derart starken Opener auch kein Wunder ist. „Dreameater“ gerät ein bisschen zu lang und repetitiv, „Lady in Green“ startet stark mit einer relaxten Strophe die in einen explosiven Refrain mündet, leidet aber an den gleichen Problemen wie „Dreameater“.

„The Witch“ besticht mit dynamischen Wechseln zwischen Mid- und Uptempo-Parts und detailverliebten Leadgitarren, die immer mal wieder durchblitzen und durchaus mehr Raum verdient hätten. Alles in allem rockt „The Witch“ gut vor sich hin, es fehlen aber die Highlights, um wirklich herauszustechen. Generell sind alle Songs sehr Riff-lastig, ein paar mehr Leads (Achtung, Wortspiel!) (nice; Anm. d. Red.) und Soli hätten zur Auflockerung der Songs Wunder gewirkt.

Trotzdem ist das alles Kritik auf hohem Niveau: Die Songs sind ausnahmslos eingängige Kopfnicker und Faustrecker. „Stay Ugly“ knallt einfach. „Electric Wasteland“ zieht das Tempo wieder an, hier sind die Recklinghausener richtig stark. Eingängige treibende Riffs und lässige Gesangslinien (mit cooler Doubletime-Einlage) regen zum Tanzen und Haareschütteln an. Ein perfekter Abschluss für eine starke EP.

Es findet sich kein schwacher Track auf „Stay Ugly“ und vor allem live werden alle Nummern auf jeden Fall zünden. Noch kurz zum Sound der Platte: der ist angenehm warm und durch das Live-Einspielen werden die Songs mit genau der richtigen Mischung aus Ecken, Kanten und roher Power veredelt. Tyler Leads haben ihren Stil gefunden und mit „Stay Ugly“ stark abgeliefert. Von hier an kann es eigentlich nur noch besser werden, Potential ist mehr als genug vorhanden.

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