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Twisted Tower Dire: Netherworlds

En gutes, aber kein herausragendes Album
Wertung: 7/10
Genre: Power Metal, US - Metal
Spielzeit: 45:48
Release: 23.02.2007
Label: Remedy Records

Mit “Netherworlds” erscheint nun das vierte Album aus dem Hause Twisted Tower Dire und bietet bissig produzierten Old - School Metal. Nachdem ich von dieser Band in der Vergangenheit schon einiges gelesen habe, freute ich mich umso mehr, endlich etwas Material der Band in die Hände zu bekommen und ich wurde trotz des eher mässig hübschen Covers nicht enttäuscht. “Netherworlds” enthält neun Tracks, die gekonnt den Spagat zwischen dreckigem Rock und traditionellem Power Metal / US - Metal schaffen.

Manchmal erinnert mich das Album musikalisch, was auch an Sänger Tony Taylor festzumachen ist, etwas an die neueren Werke der Schweden von HammerFall, ohne allerdings so wahnsinnig kitschig zu wirken. Auch Iron Maiden, Accept oder Jag Panzer könnte man hier etwa als Referenzbands anführen.

Der Opener “Starshine” beginnt gleich sympathisch old - schoolig und verfügt über eine sehr gelungene Gitarrenarbeit. Diese fällt besonders bei dem kurzen, aber prägnanten Solo auf. Veredelt wird das Ganze durch den sehr guten Gesang von Tony Taylor, der meiner Meinung nach ganz klar zur vorderen Spitze der Sänger im traditionellen Metal - Bereich zu zählen ist und haargenau weiss, wie er seine Stimme einzusetzen hat.

“Dire Wolf” rockt ebenfalls sehr gut nach vorne, besitzt im Vergleich zu “Starshine” allerdings einen noch besseren Refrain, der schon beim ersten Hören zum Mitsingen einlädt. Tony Taylor singt hier durchgängig höher als beim Opener, aber auch die hohen Töne meistert er ohne Probleme.

Hymnisch geht es mit “Fortress” und “Killing Kind” weiter, wobei hier leider zu sagen ist, dass mich “Killing Kind” doch recht kalt lässt und auch nur mit einem ziemlich langweiligen Refrain gesegnet ist, der bei mir gar nicht zünden will. Der Titeltrack macht “Killing Kind” allerdings recht schnell vergessen und überzeugt durch die gute Kollaboration von Lead und Backing Vocals im Refrain, die dem Song ordentlich Power mitgeben.

“Casualty Of Cruel Times“ und „Tales Of Submission“ sind zwei weitere gute Songs mit amtlichen Refrains, wenngleich die Songs den Hörer nicht völlig vom Hocker reissen können. Ich vermisse hier auch einen Hauch von Courage, da es so wirkt, als wollte man doch gerne auf „Nummer Sicher“ gehen, indem man einfach nur Altbewährtes präsentiert.

„No One Left To Blame“ kann den eben angesprochenen Kritikpunkt zwar nicht wirklich wettmachen, punktet aber durch die positive Grundstimmung, welche sich sofort auf den Hörer überträgt und eine Menge Spass verbreitet. Mit „Firebird“ ertönt dann bereits der letzte Track des Albums und dieser stellt einen würdigen Abschluss dar. Aufgrund des starken Refrains, der Abdeckung des gesamten Soundspektrums der Band und den perfekten Vocals gehört „Firebird“ neben „Dire Wolf“ zu den stärksten Songs auf „Netherworlds“.

Fazit: Twisted Tower Dire veröffentlichen mit „Netherworlds“ ein gutes, aber kein herausragendes Album. Bei der riesigen Konkurrenz in diesem musikalischen Sektor muss man einfach sagen, dass die Band meiner Einschätzung nach nicht ganz mit den grossen Wölfen mitheulen kann. Hierzu fehlt es an einem oder mehreren unsterblichen Übersongs. Genrefreunde sollten das Album allerdings beim nächsten Besuch im Plattenladen antesten und sich ein eigenes Bild von „Netherworlds“ machen.

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