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Trümmerwelten: Psychotötungsequipment

Blind kaufen sollte man dieses Album jedoch lieber nicht
Wertung: 7/10
Genre: Industrial
Spielzeit: 78:59
Release: 12.09.2008
Label: Fear Section

Trümmerwelten waren schon immer bekannt für einen extravaganten Klang – damit hat man sich natürlich immer auf dünnem Eis bewegt, manche Leute fanden es innovativ und äußerst gelungen, andere verteufelten es als einen verzweifelten Versuch, anders zu klingen. Die Tatsache, dass nun aber schon das fünfte Album erscheint, spricht eher dafür, dass die positiven Reaktionen überwiegen.

Nach einem von Noise-Elementen durchsetzten, aber dennoch im typischen Trümmerwelten-Stil gehaltenem Intro folgt direkt mein persönlicher Favorit als zweiter Track dieser CD: „DeadEnd Row“ besticht durch eine tolle Melodie, schön eingesetzte Synthesizer-Sequenzen und tolle, atmosphärische Flächensounds. Zum ersten Mal wird hier bei Trümmerwelten auch richtiger männlicher Gesang eingesetzt, der in der Tat sehr gut ankommt – auf den weiblichen Background-Gesang hat man deswegen natürlich nicht verzichtet.

„Wir Sind Verrückt“ erinnert anfangs stark an die elektronischen Zeiten von Samsas Traum, entwickelt sich dann aber zu einem Konglomerat aus Noise, Industrial und Dark Electro, bis es am Ende in einem furioses Klanggemisch endet.

“Bückstück“ ist aus ähnlichen Elementen aufgebaut, aber noch ein deutliches Stück aggressiver, sodass man in diesem Lied gut angestaute Aggressionen abbauen kann.

„Spit On My Face“ erweckt den Eindruck einer Mischung aus „DeadEnd Row“ und „Wir Sind Verrückt“, denn bei diesem Stück kommen sowohl – schön eingesetzte - Noise-Elemente zum Einsatz, allerdings auch weiblicher Background-Gesang und - ebenfalls im Hintergrund gehaltene - melodische Flächensounds. Die restlichen Songs wissen leider nicht so recht zu überzeugen, aber wie das bei Trümmerwelten eben so ist – manche mögen die Songs die mir gefallen vielleicht gar nicht, dafür aber alle anderen.

Jeder, der etwas für ausgefallenen Industrial übrig hat, sollte hier zumindest mal reinhören, denn eventuell entdeckt man auf dieser Scheibe für sich selbst den ein oder anderen Schatz – blind kaufen sollte man dieses Album jedoch lieber nicht.

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