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Tristania: Illumination

Sie bewegen sich in eine neue Richtung
Wertung: 7/10
Genre: Gothic Metal
Spielzeit: 48:17
Release: 19.01.2007
Label: Steamhammer/SPV

Wir schreiben das Jahr 2007 – vor zehn Jahren brachten Tristania ihr selbst betiteltes Demo heraus. Seitdem haben sie sich in der Gothic-Metal Szene etabliert, sie haben fünf weitere CD´s produziert und zwei Besetzungswechsel gehabt. Doch all dies schadete ihnen in keiner Weise. Jetzt ist mit “Illumination” ihre siebte Produktion erschienen und Tristania beweisen wieder einmal, wie gut sie rocken können. Doch vorweg sei gesagt, dass "Illumination" alteingesessene Fans enttäuschen könnte.

Das kommt jedoch nicht von ungefähr. Im letzten Jahr verließ der Sänger und Shouter Kjetil Ingebrethsen die Band. Dies macht sich daran bemerkbar, dass das Album stark vom melancholischen Gesang der Sängerin Vibeke Stene dominiert wird und sich Sänger Østen Bergøy sowie Gastsänger Vorph von Samael eher selten zu Wort melden. Leider bringt dies auch eine gewisse Langeweile und Monotonie mit sich, da sich selbst nach häufigem Hören doch irgendwie alles gleich anhört und die Abwechslung fehlt.

Ebenso fehlt ein wenig die Action innerhalb des gesamten Albums – ist man doch von den Vorgänger-Alben ein wenig mehr Tempo und Bombast gewöhnt und mit ihrem eher epischen, ruhigen Sound bewegen sie sich ein wenig von ihren Ursprüngen weg in Richtung der düsteren Bereiche des Metal. Die Stücke auf "Illumination" setzen das fort, was auf "Ashes" begonnen wurde. Die Songs geben einem aber trotzdem das Gefühl, dass sie eigentlich härter werden sollten – da fragt man sich nur, warum sie das nicht sind.

Insgesamt fällt auch auf, dass sich das Album relativ inkonsistent anhört – klingen doch viele Songs weniger nach Tristania, dafür aber mehr nach anderen Bands wie Moonspell oder Sirenia. Und bei den Songs, die an den Sound der Norweger erinnern, hat man das Gefühl, dass auch da irgendetwas nicht stimmt. Trotzdem muss man sagen, dass die zwei Balladen „Destination Departure“ und „Deadlands“ gut in das Gesamtbild des Albums passen.

Und Songs wie „Open Ground“ oder „Down“ passen noch am ehesten in mein Bild von Tristania. Was besonders auffällt, sind der Chor am Beginn von „Sacrilege“ sowie die Streicher in „Deadlands“ – das macht diese Songs doch noch zu etwas Besonderem.

Alles in allem kann man sagen, dass dieses Album neue Hörer für Tristania bringen kann, da sie sich in eine neue Richtung bewegen. Ob dies den alteingesessenen Fans so gefällt, sei dahingestellt – ihnen könnte das alles zu sehr vom ursprünglichen Sound abweichen. Wer also Tristania wegen ihrer Death-Metal Elemente mochte, sollte vielleicht zunächst das Album probehören und sich dann entscheiden.

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