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Tristania: Ashes

Klasse hat die CD ohne Zweifel
Wertung: 8.5/10
Genre: Gothic Metal
Spielzeit: 47:48
Release: 24.01.2005
Label: Steamhammer/SPV

Am 24.01.2005 ist es soweit: Das lang ersehnte neue Album "Ashes" von Tristania steht endlich in den Läden. Die Ansprüche der Fans, die es von Tristania zu erfüllen gilt, sind hoch, da diese wissen, zu welchen musikalischen Meisterleistungen die Band im Stande ist. Dass die Norweger ihre Klasse auch nach Abschied von Morten Veland behalten hat, bewies sie schon mit dem letzten Album "World of Glass", dessen Erscheinungsdatum jedoch schon fast 4 Jahre zurückliegt.

Als eine der besonderen Merkmale des Klangs von Tristania gilt die vielfältige Gestaltung der Musik, welche besonders durch die intelligente Beimischung kombinierter Elemente aus Klassik und Folklore glänzt. Der ergänzende Gesang besteht aus brutalen Vocals, melodischem Gesang und bombastischen Chorälen. Dies lässt sich zusammenfassend zu den letzten drei Alben sagen, jedoch nur noch begrenzt zur neuen Platte.

Brachial startet die CD mit dem Opener "Libre", wird aber im Laufe des Liedes durch den melodiösen Gesang von Vibeke Stene und elektronische Klänge im Hintergrund etwas entschärft.

In "The Wretched" erklingen die Stimmen der für die Gesangsparts zuständigen Mitglieder nebeneinander zu einer beim ersten Hören etwas unstimmig erscheinenden Melodie, die sich bei genauerer Betrachtung des Textes („The restless won't leave you alone | You cannot set them free“) jedoch als sehr treffend herausstellt.

Darauf folgt die ruhige, verträumt anmutende Ballade "Cure", die allein von Vibeke Stene gesungen wird. Für die Verhältnisse Tristanias relativ unspektakulär beginnend, steigert sich der Track immer weiter und besonders positiv herauszustellen ist das begleitende und in vielen Instrumentalphasen in den Vordergrund gerückte Piano, welches das Lied im Einklang mit den Akustik Gitarren und dem einzigartigen Gesang zu einem Klangerlebnis der besonderen Art macht, welches für mich persönlich den Höhepunkt der CD bildet.

Die Vielseitigkeit der Band wird besonders durch Songs wie "Endogenisis" unterstrichen. Brettharte Elemente werden mit ruhigen Elementen in variierendem Tempo kombiniert und mit instrumentalen Phasen und Solos einzelner Instrumente verbunden.

Musikalisch gesehen ist wohl auch dieses Album der Formation ein Meisterwerk, allerdings erhält man trotzdem den Eindruck, dass irgendetwas nicht stimmt. Verglichen mit den älteren Tonträgern der Band fehlen die Choräle, die einen so bezeichnenden Teil der Musik ausgemacht haben. Insgesamt scheint auch der Härtegrad etwas heruntergeregelt worden zu sein, was Ashes jedoch nicht unbedingt als negativ angerechnet werden sollte. Es gibt zwar Höhepunkte, aber ein wirklicher Kracher wie es beim Album "World of Glass" beispielsweise der gleichnamige Song war, fehlt. Der angesprochene Song "Cure" könnte zwar musikalisch durchaus mithalten, dies gilt allerdings nicht für die Gesangsmelodie, welche einfach nicht einprägsam genug ist.

Dies sind allerdings Vergleiche zu den letzten Alben der Band, welche sich nahe an der Grenze der musikalischen Perfektion bewegten, was natürlich einen ernorm hohen Anspruch an die folgenden CDs stellt. Ohne die älteren Tonträger als Vergleich heranzuziehen, ist das Album eine wirklich sehr schöne Gothic Metal Platte, an der außer dem Punkt, dass ein Lied mit Ohrwurmcharakter fehlt, nichts auszusetzen ist. Auch wenn man beim ersten Hören der CD nicht sofort vor Begeisterung rückwärts vom Hocker fällt, sollte man sie auf gar keinen Fall in das CD Regal zurück verbannen, sondern sich weiter mit der Musik auseinandersetzen. Erst nach mehrmaligem Hören kann man sich der Klasse bewusst werden. Und Klasse hat die CD ohne Zweifel!

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