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Triptykon: Shatter

Gute Ergänzung zum hervorragenden Debütalbum
keine Wertung
Genre: Black Metal, Doom Metal, Avantgarde
Spielzeit: 27:43
Release: 22.10.2010
Label: Century Media

„Eparistera Daimones“, das im November erschienene Debütalbum von Triptykon, der neuen Combo von Tom Gabriel Fischer, war nicht nur ein würdiger Nachfolger der 2008 aufgelösten Celtic Frost, sondern mehr noch die perfekte Fortführung der legendären Band. Klar, so gesehen mag darauf vielleicht nicht gerade viel Neues zu finden gewesen sein, aber darum ging es Fischer ja auch nicht; es war vielmehr sein erklärtes Ziel, den zuletzt in Form der 2006er Platte „Monotheist“ von Celtic Frost beschrittenen musikalischen Weg unter anderem Bandnamen und mit anderem Personal auch weiterhin zu gehen. Und das ist ihm mit „Eparistera Daimones“ bestens gelungen: Die verstörend-kranke, gefangen nehmende pechschwarze Atmosphäre, die ultraverzerrten Gitarren und der unverkennbare Gesang des Meisters atmen zu jeder Sekunde Celtic Frost, sind sogar vielleicht noch kranker, düsterer und verneinender als das Original; gipfelnd in dem über 19 Minuten langen Dunkelepos „The Prolonging“.

Das nun vorliegende, nur etwa sieben Monate später veröffentlichte Werk „Shatter“ ist eine EP mit einigen zuvor unveröffentlichten Tracks. Hier muss weder von Resteverwertung noch von Beschiss gesprochen werden, da das Debüt bereits 72 Minuten lang war, und das vorliegende Material zweifellos eine Daseinsberechtigung besitzt.

In den Genuss des Titelstückes durfte man bislang nur im fernen Osten kommen, da dies ein Bonustrack der japanischen Edition von „Eparistera Daimones“ war. Der Track beginnt mit schweren, rituell anmutenden Drums, zu denen sich alsbald die typisch verzerrten Gitarren, Bass und gehauchter beziehungsweise angerauter Gesang von Tom hinzugesellen. Im Refrain erklingt dann eine Melodielinie in der Gitarre, die schon beinahe als eingängig zu bezeichnen ist, und der weibliche Gesang dazu lockert das Ganze sehr schön auf. Fischer weiß eben, wie er solche Elemente richtig einsetzt, ohne dass es aufdringlich wirkt – die einzigartige Atmosphäre bleibt nämlich trotzdem, außerdem verströmt die weibliche Stimme eher etwas Kaltes, Verlorenes.

Das folgende „I Am The Twilight“ hätte sich allerdings noch nahtloser auf dem Debütalbum eingefügt. Im Gegensatz dazu war der vorige Song ja geradezu kommerziell (was natürlich nicht im herkömmlichen Sinne zu verstehen ist). Dieser völlig geistesgestörte, sowohl wutentbrannte, als auch hasserfüllte wie leidende Gesang, und dazu die gnadenlos mahlenden Gitarren – einfach eine Mischung, die keinen Hörer gleichgültig lassen kann und wirklich jeden in seinen Bann ziehen muss.

Auch „Crucifixus“, das ungewöhnlichste Stück der EP, ist ganz interessant und besitzt sicherlich irgendwo eine eigene Stimmung, da hier praktisch nur Synthesizersounds zu hören sind, andererseits ist es dadurch aber nicht mehr als ein Interludium geworden. Dennoch eine willkommene Abwechslung, der durchaus eine beklemmende Atmosphäre innewohnt.

Als Bonus gibt es schließlich noch zwei Live-Tracks, die am 16. April 2010 beim niederländischen Roadburn Festival in Tilburg mitgeschnitten wurden. „Circle Of The Tyrants“ und das vom Riffing her an „Am I Evil“ erinnernde „Dethroned Emperor“, bei dem Nocturno Culto von Darkthrone als Gastsänger zu hören ist, dürften jedem Celtic Frost-Anhänger bekannt sein und sind sicherlich immer wieder gerne gehört.

Insgesamt ist „Shatter“ eine EP, die man sich zulegen kann, vielleicht nicht unbedingt muss, allein „I Am The Twilight“ ist aber ein echtes Highlight, das mit den Stücken der Full-length-Platte mithalten kann – wobei die ersten drei Tracks auch von derselben Recording-Session stammen. Eine Bewertung macht angesichts der Tatsache, dass einer der Songs mehr so etwas wie ein Zwischenspiel darstellt, der Titelsong zumindest in der japanischen Ausgabe bereits zu hören war, und zwei Stücke Live-Aufnahmen alter Klassiker sind, wenig Sinn, daher schenke ich mir das. 

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