Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Trimonium: Son Of A Blizzard

Erwachsen und schnörkellos
Wertung: 8/10
Genre: Black Metal , Pagan Metal
Spielzeit: 44:31
Release: 18.05.2007
Label: Einheit Produktionen

Dieses sei der dritte Streich namens „Son Of A Blizzard“ der deutschen Black / Pagan Metaller Trimonium aus Bitterfeld. Die Jungs schaffen es, Pagan Metal auch mal nicht so feucht-fröhlich darzustellen, sondern nur rein heroisch daherkommen zu lassen, ohne allerdings im Bombast zu ersticken. Was allerdings auch mal eine willkommene Abwechslung ist zu den zuhauf vorhandenen Kapellen, bei denen man am ehesten die Verbindung von Pagan Metal zu Met, Bier und Konsorten findet.

Das Intro „Mirrors Hall“ stimmt den Hörer unweigerlich ein in das, was nun mit „Son Of A Blizzard“ seinen Weg nimmt. Die Drumarbeit in dem Titelsong sei hier mal explizit erwähnt, da Hellthrasher hier sehr variabel sein Können zeigt und eine perfekte Symbiose mit dem Tieftöner von Blaze eingeht. Teutonnic´s Stimme kann man hier wie auch auf den folgenden Stücken sehr gut verstehen. Zum ersten Mal auf dieser CD zeigt sich schon hier eine sehr gelungene Symbiose von Black und Pagan. Auf dem Fuße folgt „The Wisdom Of The Crying Stones“, welches mit gekonnter Melodieführung brilliert. Nicht zuletzt dank der genialen Gitarrenarbeit von Teutonnic und Dolch, ist dies eines der Glanzstücke des Albums.

Mit „Return From The Battle“ stoßen wir nun auf das nächste brilliante Stück dieses Albums. Die Melodien kann man nur heroisch nennen … ich kann mir richtig vorstellen, wie hierzu stolze Krieger zurückkommen aus einer erfolgreichen Schlacht. Und auch „Choose The Weapon“ ist ein weiterer Song, der zwar Black Metal-typisch hart, aber gleichzeitig wunderbar melodisch daherkommt. Dank eben dieser Melodien drängt sich dieses Stück auch in die erste Reihe der ganz guten Stücke auf diesem Album.

Melodischen Black Metal vernimmt man in „My Blood For Yours“. So ganz mit den anderen wirklich hochklassigen Stücken vermag dieser recht flotte Song leider nicht mich so recht vom Hocker zu hauen. Nette Melodiearrangements sind zwar auch hier vorhanden, doch bleibt insgesamt bei diesem Song zu wenig hängen.

Kommen wir zu „A Sign In The Sky“. Hier geht´s im Midtempo und mit einer vollen Ladung Melodie voraus. Der Song hat wieder deutlich was vom blackmetallischen Feeling mitbekommen. Doch Teutonnic´s Stimme wirkt hier dem Gesamteindruck leider etwas entgegen. Ich denke, dass eine bessere Wirkung erzielt worden wäre, wenn die Vocals hier durchgehend deutlich mehr Richtung „typisch Black Metal“ gegangen wären. So wirkt die Stimme hier in den angesprochenen Parts leider wie ein kleines Störfeuer. Doch instrumental liefern die Jungs auch hier wieder richtig gute Arbeit. Das geniale Solo spielt dann das entscheidende Zünglein an der Waage, was mich dazu bewegt, dass ich auch diesen Song als gut bewerten kann.

„Waste Of Blood“ fungiert als der Song, der die rote Laterne hält – ist also der letzte Song auf dem Album. Und der legt gleich von Beginn an noch mal so richtig los – Nackenstarre inklusive. Würde ich jedem als unbedingte Hörprobe wärmstens ans Herz legen, um denjenigen mit Trimoniums Mucke bekannt zu machen. Black meets Pagan at it's best!

Fazit: Wunderbare Black Metal-Parts treffen bei Trimonium auf schnörkellosen, nichts beschönigenden Pagan Metal. Man könnte sagen, dass hier der Pagan-Anteil erwachsen geworden ist. Wer also mal Black / Pagan Metal mit Tiefgang hören möchte, der sollte hier unbedingt zugreifen.

comments powered by Disqus

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna