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Trick Or Treat: Tin Soldiers

Eine interessante, gut gelungene Reise ins Spielzeugland
Wertung: 8/10
Genre: Melodic Power-/Speed Metal
Spielzeit: 47:49
Release: 18.05.2009
Label: Valery Records

„Tin Soldiers“, so lautet der Titel des zweiten Albums der italienischen Melodic Power-Metaller von Trick Or Treat. Die Band wurde 2002 als Helloween-Cover-Band gegründet und die Einflüsse der deutschen Formation sind noch zu hören.

Trick Or Treat zeichnen sich vor allem durch einen satten Klang aus. Dazu tragen vornehmlich die vollen, klaren Gitarren und die treibenden Drums bei. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass das Tempo zumeist im flotten Bereich liegt und die Melodie im Vordergrund steht.

Für die Aufnahmen von „Tin Soldiers“ hat man sich zwei Gastmusiker mit ins Boot geholt. Dies ist zum einen Michele Luppi (Vision Divine) und zum anderen Michael Kiske (Ex-Helloween). Dabei dürften die Italiener vor allem sehr stolz auf die Verpflichtung des ehemaligen Sänger ihrer großen Vorbilder Helloween sein.

„A Night In The Toyshop“ ist als allgemeines Intro zu sehen. Man hört Geräusche von Türen und sich leise unterhaltenden Personen. Untermalt wird dies von einzelnen Gitarrenklängen, welche sich zu einer marschartigen Melodie weiterentwickeln. Als Klangteppich komponierte man noch ein paar Streicher und orchesterartige Klänge hinzu.

Richtig los geht es dann erst mit „Paper Dragon“. Der Song zeichnet sich vor allem, wie zuvor beschrieben durch ein flottes Grundtempo, helle Gitarren-Melodien, voranpreschende Drums und dezente Backingvocals aus. Der Gesang ist sehr hoch und hell, wodurch man nur schwerlich die Lyrics verstehen kann. Ähnlich hält man es auch bei „Freedom“, wo man den Gesang dann jedoch eine oder zwei Oktaven tiefer gelegt hat, „Loser Song“ sowie beim rockigen „Final Destination“.

„Elevator To The Sky“ beginnt im Gegensatz dazu etwas ruhiger mit einzelnen Gitarrentönen, erst als das Schlagzeug hinzustößt wird es wirklich interessant, wenn sich beide Tempi und Klänge überlagern.

„Take Your Chance“, „Hello Moon“ und „Tears Against Your Smile“ sind ebenjene Songs, bei denen Luppi und Kiske Pate stehen. Michele Luppi übernimmt bei „Take Your Chance“ einen Teil der Vocals, wodurch stellenweise ein interessantes Duett entsteht. Der Track ist zudem etwas langsamer gehalten, sprich er spielt sich nur im mittleren Bereich ab. Michael Kiske singt bei „Hello Moon“ und der atmosphärischen Halbballade „Tears Against Your Smile“. Hier wird er zuerst nur von der Akustikgitarre begleitet, erst im Laufe der Spielzeit steigert sich der Titel etwas. 

Manko des Albums ist die fehlende Abwechslung. Die einzelnen Stücke sind sehr ähnlich aufgebaut und auch vom Klang nicht allzu weit voneinander entfernt. Nur „Tin Solders Pt.1 + 2“ brechen dabei etwas aus. Der erste Teil ist dabei rein instrumental gehalten und scheint als Intro für den zweiten Part gedacht. „Tin Soldiers Pt. 2“ besitzt dann erstmals eine innere Dynamik und endet ähnlich wie der Opener begann, wodurch der Kreis noch geschlossen wird.

Fazit: Trick Or Treat bietet mit „Tin Soldiers“ ein gut gelungenes Melodic Power Metal Album, welches sich vor allem durch seinen atmosphärischen Klang und seine hohe Eingängigkeit auszeichnet. Negativ fällt nur auf, dass man sich manchmal etwas mehr Kreativität und Individualität wünschen würde. Ein schönes Album, welches vor allem für Fans der Musik von Helloween und Gamma Ray interessant wäre.


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