Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Tribe After Tribe: M.O.A.B.

Von der musikalischen Seite her gesehen eine gute Progressive Rock-CD
Wertung: 8/10
Genre: Psychadelic Progressive Rock, African Folk
Spielzeit: 66:20
Release: 28.03.2008
Label: Rodeostar

Mit “M.O.A.B. – Stories From Deuteronomy”, ihrem fünften Longplayer, legen Tribe After Tribe ein Konzeptalbum der besonderen Art vor: Pate für die thematische Ausrichtung der Songs stand nichts Geringeres als das Deuteronomium, das 5. Buch Mose. Aber die Texte bleiben nicht bei der altertümlichen Geschichte, sie schlagen teilweise auch Brücken zu modernen Themen wie dem Irakkrieg und damit verbunden amerikanischen Massenvernichtungswaffen. Diese Materie verpackt Mastermind und Gründer Robbi Robb in ein Gewand aus psychedelischem Progressive Rock, durchmengt mit Folk-Einflüssen aus seinem Heimatland Südafrika.

Durch „YHVH Invokation“ wird das Album sehr psychedelisch eingeleitet: Die Gitarren verschwimmen ineinander, glasklare Töne sucht man vergebens. Dies wird durch den Chor, der die Gitarrenspuren mitsingt, noch verstärkt; Schlagzeug und die unterstützenden afrikanischen Trommeln bleiben die am deutlichsten herausgestellten Instrumente.

Der Track „Supreme One“, dem der erste von drei gelesenen Auszügen aus dem 5. Buch Mose vorangeht, beginnt ebenso verschwommen wie der Opener aufgehört hat: Alle Instrumente bilden eine träge Masse, die sich erst nach einer Zeit aufklärt. Es folgen verträumte Riffs, über denen die Gesangsspur quasi schwebt.

Das zwei Minuten lange „Lament“ kann man an sich in den Bereich des New Age einordnen: Sehr getragene Ambient-Klänge, leise begleitet vom Klagen ethnischer Sänger. Es dient quasi als Intro für das folgende „Chiron“, welches die ruhige Atmosphäre übernimmt, allerdings später, mit dem dazukommenden Schlagwerk, etwas an Tempo und Soundfülle zunimmt. Nichtsdestotrotz verfügt es über einen klagenden Charakter.

„Shock & Awe“ ist eins der rockigsten Stücke des Albums: Klare Gitarren, mal als Melodiestimme eingesetzt, dann wieder rhythmusunterstützende Riffs spielend, gepaart mit einem komplizierte Rhythmen spielenden Schlagzeug und teilweise auch Folk-Instrumente kommen hier zum Einsatz.

Von der musikalischen Seite her gesehen ist „M.O.A.B.“ eine gute Progressive Rock-CD, welche über Psychedelic- und Folk-Elemente verfügt. Allerdings kann man sich eventuell an der religiös/mystisch ausgerichteten Weltanschauung von Robbi Robb stoßen, die die Texte gewöhnungsbedürftig macht.

comments powered by Disqus

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna