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Treponem Pal: Weird Machine

„Weird Machine“ dürfte auch Fans der ersten Stunde mehr als zufrieden stellen
Wertung: 8/10
Genre: Industrial Metal
Spielzeit: 48:20
Release: 11.04.2008
Label: Listenable Records

Die Franzosen von Treponem Pal haben sich gegen Ende der 80er in Paris gegründet und konnten mit ihrem selbst betitelten Debutalbum, das 1989 über Roadrunner Records erschien einigen Staub aufwirbeln. Der Erfolg blieb natürlich nicht aus und konnte vor allem mit den Alben „Aggravataion“ und vor allem „Excess and Overdrive“ noch mehr ausgebaut werden, wobei auch die coolen Konzerte hierzu einiges beitrugen. Mit dem Major Release „Higher” hat man aber deutlich Ferdern gelassen und qualitative deutlich nachgelassen, weswegen man sich auch bald auflöste.

Nach ca. neun Jahren Pause wollte man es dann aber doch noch einmal wissen und reformierte die gesamte Truppe in der Besetzung Marco Neves (Gesang), Didier B. (Keyboards, Samplers), Polak (Gitarre) und der zuletzt zugestoßene und mittlerweile verstorbene Paul Raven (Bass / war u.a. auch tätig Killing Joke, Godflesh, Pigface, Murder Inc ., Prong und vor allem Ministry), womit dieses Album quasi das letzte offizielle Tondokument für den letzt genannten darstellt.

Musikalisch bewegen sich die Pariser gekonnt zwischen den beiden Alben „Excess and Overdrive“ sowie dem letzten offiziellen Werk „Highter“ umher und fügt dem Ganzen noch eine satte Portion Rock ´n Roll hinzu, was den sonst so sterilen Songs einen coolen dreckigen Flair verpasst. Vor allem Stücke wie „Planet Crash“ oder „Sonic Life“ (klingt fast schon wie eine Misfits meats Industrial Melange) zeigen hierzu sehr starke Stil Elemente aus dieser Richtung, wohingegen Nummern wie „Unclean“ deutlich dem typischen Industrial hinzuzuordnen sind und auch hier deutlich wird, dass Treponem Pal wohl auch für nachfolgende Acts wie Die Krupps oder White Zombie ein deutlicher Einfluss gewesen sein muss! Auch "Human Attack" und "Evil Angel“ drängen sich ebenso stark in diese Richtung und beweisen somit, dass es Marco Neves und seine Mannen über die Jahre nicht verlernt haben eigenständige und herausragende Songs zu komponieren.

Doch leider gibt es auch eine Kehrseite der Medaille, denn auch wenn die meisten Stücke auf „Weird Machine“ wirklich klasse sind, gibt es auch einige Stücke wie z.B. das funkige „Mad Box“ (das wiederum manche als Anspieltipp nennen – Geschmäcker sind eben doch noch verschieden) oder das nach schlechten Green Jelly klingende „Human Attack“ (da wart´ ich nur noch auf das „And I´m poppin, I´m poppin´ , I blow your house in…“), die das Revival Album nicht durchgehend zum Volltreffer werden lassen.

„Weird Machine“ ist dennoch auf alle Fälle um einiges besser als „Higher“ ausgefallen und dürfte auch Fans der ersten Stunde mehr als nur zufrieden stellen. Schade nur, dass dieses Album, wie bereits gesagt, das letzte musikalische Lebenszeichen von Paul Raven dar stellen, aber dafür ist es immerhin ein würdiges geworden.

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