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Traumtänzer: Der Weiße Traum

Atmosphärisch und tiefgründig
Wertung: 8/10
Genre: (Electronic) Gothic Rock
Spielzeit: 31:51
Release: 01.02.2009
Label: Eigenproduktion

Der ehemalige „Garden Of Delight“-Gitarrist Tom O’Connel hat sich auch nach Auflösung der Band, welche übrigens als Abschluss der Bandgeschichte im Frühling diesen Jahres noch ein Doppelalbum beziehungsweise eine DVD mit dem letzten Konzert der Bandgeschichte veröffentlichen wird, weiterhin musikalisch betätigt – zum einen in der Wittener Gothic Rock-Formation Downscarred, die erst vor wenigen Monaten ihr Debüt-Album „The Flower And The Fall“ präsentierte, zum anderen in dem von ihm im Mai 2008 gegründeten Projekt Traumtänzer.

Schnell fand man in Downscarred-Sänger Marco Blum eine geeignete Stimme für die junge Band und komplettierte daraufhin das Line-Up mit Cellist Aldarion und Sängerin Alfirin. Inzwischen hat die Band bereits eine erste, sechs Songs umfassende Demo-CD namens „Der Weiße Traum“ aufgenommen um den ersten erwartungs- und hoffnungsvollen Fans einen Höreindruck zu vermitteln.

Das instrumentale, schlicht „Traumtänzer“ betitelte Intro beginnt mit sanften Piano- und Cello-Klängen, tragenden Keyboard-Flächen, eher zaghaftem Gitarren-Einsatz und einigen weiteren Synthesizer-Spielereien. „Die Maschine“ erinnert etwas an Girls Under Glass; Wuchtige Gitarren, teils melodischer, auch von weiblichem Gesang unterstützter und teils aggressiverer, männlicher Gesang wechseln sich ab und werden angenehm von Streicher- und Keyboard-Teppichen untermalt.

Das mit akustischen Gitarrenklängen, elektronisch bearbeiteten Drums und Cellotönen eröffnete Lied „Für Die Nacht“ hingegen erinnert sehr stark an die früheren Alben Unheiligs. Viele elektronische Elemente veredeln gelungen den dank des Cellos ohnehin schon sehr atmosphärischen Sound der Band, ohne dabei die E-Gitarre zu sehr zu vernachlässigen. Auch der Gesang ist mehr als überzeugend; vor allem bei gleichzeitigem, zweistimmigem Einsatz, wie zum Beispiel im Track „Die Wahrheit“. Zunächst beginnt der Song sehr sanft und balladesk mit Piano- und Cello-Instrumentierung, wird jedoch im weiteren Verlauf aufgrund des starken elektronischen Beats und der treibenden Gitarren sehr tanzbar. Noch tanzbarer ist – logischerweise – der Elektro-lastigere Clubmix dieses Songs, für den man sich den Leichenwetter-Sänger Numen an Bord geholt hat.

Als Abschluss findet sich auf der CD noch der Track „Eisprinzessin“, welcher komplett ohne Schlagzeug oder sonstigen Beat auskommt. Folglich handelt es sich hier um einen sehr ruhigen, sanften Song, der durch dramatisch-bedrohliche Keyboardklänge dominiert wird. E-Bass, Klavier und Akustik- sowie E-Gitarre kommen ebenfalls gelegentlich zum Einsatz. Der hier ausschließlich weibliche Gesang, der am Ende des Songs zu einem Flüstern wird und somit erstaunlich gut zu der düsteren Atmosphäre des Songs passt, ist wieder mehr als gelungen und befasst sich im übrigen durchgehend mit gehaltvollen und gedankenreichen deutschen Texten, denen man sehr gut zuhören kann.

Man darf gespannt sein, was von dieser Formation noch alles auf uns zukommen wird. Potential ist allemal vorhanden und besonders die starke Atmosphäre, die durch den Einsatz von Cello und Keyboards erreicht wird, ist ein großer Pluspunkt der Band, welcher sie von einigen anderen Genrekollegen abhebt. Diese Demo-CD ist ein sehr vielversprechendes Werk, das auf jeden Fall Lust auf das - hoffentlich noch dieses Jahr kommende - Debüt-Album macht.

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