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Trashment: Deadly Silence

Der Uwe Boll des Metal
Wertung: 2.5/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 30:38
Release: 01.03.2007
Label: DIY

"Feel the death, see this blood, now they come, kill everyone" sprach einst Goethe.

Wenn es bei der Ausübung der englischen nicht-Muttersprache mal etwas holpriger zugeht, mögen mir manche Geister zur Nachsicht raten - wenn aber das Deutsche genausogut verhunzt wird, zeigt einfach nur sprachliches Unvermögen.

Trashment beweisen eindrucksvoll, dass sie zu beidem nicht in der Lage sind, wie auch zu allen anderen Teildisziplinen der musikalischen Ausübung.

Diese Band ist so schlecht, dass sie es nichtmal Wert ist, von mir in meiner liebenswürdigen Art auseinandergenommen zu werden.

Haltet Euch also fest, Jungs und Mädels, denn dies könnte ohne Weiteres die schlechteste Platte sein, die ich je gehört habe und rezensieren musste.

Ach übrigens, bestehen scheint die junge Heidelberger Band seit 2005, aber das macht nichts.

Beginnen tut ihr mutiges "Werk" mit "Horsemen Of The Apocalypse", obwohl jedes andere Lied von ihnen genauso untauglich als Opener wäre.

Das Riffing ist ab der ersten Sekunde zum Wegdösen und der Schlagzeuger gibt unmotivierte Doublebassattacken von sich; das gab´s schon alles einmal vorher tausendfach, nur in besserer Form und in kreativ.

Der Gesang krebst hierbei irgendwo zwischen ganz doll bösem Geflüster und dem klassisch-klischeemäßigen Krümelmonster hin - und her; das ungekonnt-dilettantische Songwriting und das sprachliche Armutszeugnis spreche ich hierbei nur noch einmal aus Routinegründen erneut an.

Die meisten anderen Songs laufen alle nach demselben Schema ab: Langsames, schleppendes Gitarrengeschrubbe, vorraussehbare Breaks und immer wieder diese gleichbleibende Monotonie und ausbleibende Spielfreude - nur weil ihr zum Einschlafen seid, macht ihr noch lange keinen Doom.

"Fuck Off" versprüht leicht corigen "Charme" und soll wohl den misslungenen Versuch der Band darstellen, 90er Jahre Einakkord HC-Riffing á la Helmet bei sich unterzubringen - hat leider nicht geklappt.

Die deutschen Songs hinterlassen übrigens den selben Eindruck wie ihre englischen Counterparts, da muss man nicht mehr viel zu schreiben.

Als besonders pubertär-peinliche Nummer sei hierbei das klar doppelt konnotierte "Eindringling" hervorzuheben - mit endlosen "Fick mich"-Tiraden wollen sich die Jungs wohl ihren angestauten Frust von der Seele singen, ich fand´s dagegen einfach nur arm.

Als Songempfehlungen gibt mir die Band die beiden Tracks "Mogumbo" und "Hate"; nicht, dass ich mir vorschreiben lasse, was hörenswerter als der Rest sein soll, aber vielleicht wird man sich da ja etwas bei gedacht haben.

Und ich liege richtig, die beiden Tracks sind noch die beiden erträglichsten Nummern - auf einer Gesamtskala immerhin unterstes Mittelfeld.

"Mogumbo" legt kräftig zu, überrascht mit einem netten cleanen Break und einigen besseren Tempiwechseln, kann aber die Platte nicht vor dem desaströsen und unterirdischen Gesamteindruck bewahren, obwohl der treibende Rhythmus und Gesangsstil durchaus Parallelen zu Livegranaten wie Soulfly oder Ektomorf zulässt.

"Hate" fängt mit Bass an, verfällt aber wenige Sekunden später erneut in Schema F. Wiedermal werden ausgesprochen einfallsreiche Refrains mit "Hate, fucking Hate" kraftlos dargeboten - und ich dachte einmal, Thrash Metal sei der Inbegriff von Vitalität und Energie.

Der Titeltrack zählt auch noch zu den stärkeren Nummern, zumal er meine ausgeprägte Affinität zu Alarmsirenen befriedigt - ernsthaft, der cleane Anfang bahnt sich eine nette Lautstärkespirale zum üblich-verdächtigen Standardriff; und das Beste an der Sache ist: KEIN Gesang, thank God.

Ich kann in der Tat sagen, dass ich mich erleichtert fühle, jetzt wo die Platte mich nicht mehr quält.

Jesus-fucking-Christ, wenn es wirklich so etwas wie ein Fegefeuer gibt, dann wird hier der Soundtrack dafür geliefert, denn besser kann man sinnloses Warten und Unbehagen nicht auf Musik bannen.

Mogumbo my ass, wenn manche Leute vielleicht finden mögen, ich sei zu hart mit ihnen ins Gericht gezogen, dann lege ich ihnen nahe, dass man es hier problemlos mit den Uwe Boll des Metal zu tun haben könnte und das spricht ja wohl eine überdeutliche Sprache.

Ich habe die CD ganz durchgehört, und glaubt mir, das war hart, selbst einem Metalsammler kann ich nur davon abraten; wenn ihr die Scheibe im Laden für einen Euro seht, kauft sie nicht, fasst sie nichtmal an, Punkt.

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