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Trashlight Vision: Alibis and Ammunition

Sie werden lautstark in der aktuellen Szene mitmischen
Wertung: 6.5/10
Genre: Punk Rock
Spielzeit: 38:42
Release: 19.05.2006
Label: Rough Trade

Das ist sie also: Die von Murderdoll´s Gitarrist Acey Slade anno 2004 ins Leben gerufene Punkrock-Kapelle Trashlight Vision. Ihr musikalisches Zuhause fand die in New York ansässige Combo allerdings beim britischen Label “Undergroove Records“, welches bereits solche Szene-Künstler wie Johnny Truant, My Ruin und GU Medicine unter Vertrag hat.

Die Musik des Quartetts von Trashlight Vision stellt hierbei eine Kombination aus modernem Hardcore-Punk und klassischem 80er Jahre „Kick Ass – Rock“ dar. Als Vorbilder dienten hierbei Bands im Stile von Lars Frederiksen and the Bastards, The Ramones und die frühen Anfänge um die klassischen Rotz-Rocker per exellance: Guns n´ Roses.

Doch bevor man sich überhaupt anschickte, eine Platte aufzunehmen, tourten die chaotischen Jungs erst mal wie Freiwild quer durch die Lande. Soll heißen, dass sie beispielsweise schon alleine in Großbritannien drei komplette Tourneen ohne jeglichen Support (und anderweitige, finanzielle Unterstützung) absolvierten. Trashlight Vision leben einen fast schon vergessenen (und völlig unabhängigen) Punkrock-Lebenstil und zogen ihr „von der Hand in den Mund“ – Prinzip auch eine ganze Weile wirklich konsequent durch. Aber bekanntlich ändert sich alles einmal und so verewigte man die (größtenteils) von Acey Slade verfassten und vorgetragenen Musikperlen auf dem vorliegenden Debütalbum.

“Alibis and Ammunition“ bietet insgesamt 12 Songs, welche in einer (natürlich fast schon obligatorisch) kurzen Spielzeit von je 2 ½ bis 3 ½ Minuten auf seine Zuhörer einhämmern. Ergo ist es auch keine große Überraschung, wenn die gesamte Albumlänge gerade einmal an der dreißigminütigen Obergrenze kratzt. Aber das ist eben authentischer Punkrock pur: Kurz, laut und (vor allem) knackig!

Fast schon episch mutet hier dann aber schon der Titel “My brain is hanging upside down (Bonzo goes to Bitburg)“ mit seinen 4 Minuten Laufzeit an. Und wem der Titelname nun evtl. bekannt vorkommen sollte, dem kann ich nur Recht geben: Denn hierbei handelt es sich um eine wahnwitzige, extrem hardcorelastige und vor allen Dingen gelungene Coverversion des alten Ramones Klassikers aus dem Jahre 1986, der in vorliegender Form problemlos Alt- und Jungpunks begeistert in seinen Bann ziehen wird. Aber auch solch selbstverfasste Titel wie die Mitgrölhymen “Allergic to you“ und “Nola“ können ebenso ihre wohltuende Wirkung entfalten, wie beispielsweise auch ein eher trashiger (und vor allem dreckiger!) Bastard der Marke “Face Plant Pavement“ und “Black Apples“. “Dead waves on the air“ ist ein typischer und klassischer Opener mit viel Halligallie und Stadionatmosphäre: Die Gangsstrophen werden schön ins Mikro gerotzt und die versüffte Elektrogitarre kreist laut im Akkord dazu. Das ist eben roher und kraftvoller Punkrock ohne Kompromisse! Nur schade, dass nach noch nicht mal ¾ der Spielzeit des Albums deswegen auch so langsam die ersten Abnutzungserscheinungen im Hörgenuss bemerkbar werden und man somit automatisch beginnt etwas abzuschweifen.

Aber sei es drum: “Alibis and Ammunition“ wird den Punkrock sicherlich nicht neu erfinden. Aber es wird zumindest (und zwar nicht zu Unrecht) lautstark in der aktuellen Szene mitmischen können und seinen Platz dort finden. Und dass Punk noch lange nicht tot ist, haben Trashlight Vision hier für ein Erstlingswerk wirklich anschaulich gut bewiesen.

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