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Trapt: Reborn

Komplett überflüssiger Marketingmove
keine Wertung
Genre: Modern Rock
Spielzeit: 11:16
Release: 31.10.2014
Label: Crash Collide Records

Gleich einmal vorweg: Das, was Trapt ihren Fans hier vor die Füße werfen, ist kein neues Material, lediglich eine nur digital erwerbbare Zusammenstellung dreier Songs des letzten Albums. Grund für diesen ungewöhnlichen Schritt ist die anstehende England-Tour der Band. Es geht hier also nur um das Wohl der schmachtenden Fans und selbstverständlich nicht um das Schaffen einer neuen Einnahmequelle.

Die drei Songs, die es schlussendlich vom bereits Anfang 2012 erschienenen Album auf die EP geschafft haben, sind „Bring It“, „Love Hate Relationship“ und „Going Under“. Die ersten beiden Songs wurden ohnehin schon als Single veröffentlicht und jeweils mit einem  Musikvideo versehen. Von „Going Under“ kann man das nicht behaupten. Der Song überzeugt aber trotzdem mit seinem ruhigen Vers und dem kraftvollen Refrain. Dank seiner abwechslungsreichen Kompaktheit die interessanteste der drei Nummern. Allerdings dicht gefolgt vom Opener der EP: Das kraftvolle „Bring It“ weiß mit seinem mitreißenden Intro und Chris Taylor Browns aggressivem Gesang zu überzeugen, sollte live wunderbar funktionieren und kann mindestens als überdurchschnittlich bezeichnet werden. „Love Hate Relationship“ hingegen ist deutlich der Schwächste der drei Songs. Viel zu vorhersehbar und repetitiv verliert die Nummer schnell die Atmosphäre, die sich in den ersten Sekunden andeutet, und geht zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus.

Was soll man mehr über eineinhalb Jahre altes Material sagen? Die EP ist alles in allem eine nette Zusammenstellung dreier Songs, die dem Hörer ein gutes Bild davon vermitteln, was er von den Amerikanern erwarten kann. Musikalisch ist das Werk solide, reißt einen nicht wirklich vom Hocker, hat aber durchaus seine Momente. Die Frage ist nur, lohnt sich der Spaß? Warum eine EP mit läppischen drei Songs kaufen, wenn es für ein paar Euro mehr das komplette Album gibt? Zumindest dem Verfasser dieser Zeilen fällt trotz reiflicher Überlegung kein logischer Grund ein. Freundlich ignorieren und auf das für 2015 angekündigte, neue Material warten lautet dementsprechend das Motto für den Umgang mit diesem unnötigen Marketinggag.

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