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Trapt: No Apologies

Nicht mehr neu, aber immer noch gut
Wertung: 7/10
Genre: Post Grunge/Nu Rock/Metal
Spielzeit: 41:18
Release: 19.11.2010
Label: Eleven Seven Music/EMI

Trapt sind wieder da! Hatte die überhaupt noch irgendwer auf dem Schirm? Der Schreiber dieser Zeilen hatte die Kalifornier nach ihrem Instant-Smash-Hit „Headstrong“, der in der Rock-Chronologie in Nachbarschaft zu Papa Roachs „Last Resort“ residiert, jedenfalls abgehakt. Da sich die vier Herren während der vergangenen Jahre – immerhin bald schon eine Dekade! - aber wohl doch noch recht aktiv im Rockbusiness herumgetrieben haben, ist „No Apologies“ nicht nur ihr neuestes, sondern gleichzeitig auch ihr viertes Album. Und ein bisschen fühlt es sich an, als wäre wieder 2002.

Damals war Nu Metal gerade höchst angesagt, Linkin Park spielten noch Rockmusik und ein bisschen Funk im Sound gehörte für ambitionierte Bands irgendwie zum guten Ton. Heute ist Nu Metal so etwas wie der missratene, totgeschwiegene Cousin der Metalfamilie, Linkin Park wurden verstoßen und enterbt und Funk im Sound -  naja, ist immer noch cool, wenn er gut gemacht ist; nur eben nicht mehr so neu.

Und hier kommen Trapt ins Spiel, denn „gut gemacht, nur eben nicht neu“ beschreibt „No Apologies“ ziemlich treffend. Knackige, punktgenaue Riffs mit messerscharfen Breaks spielen die Jungs auch 2010 noch und mit Chris Taylor Brown haben sie natürlich nach wie vor einen Frontmann mit Wiedererkennungswert in ihren Reihen. Blöderweise haben unzählige Combos in den vergangenen Jahren dafür gesorgt, dass die Genres Post-Grunge und Nu Rock/Metal bis ans Limit ausgereizt sind und schon seit Ewigkeiten nichts fundamental Neues mehr zu bieten haben. Pech für Trapt, denn daran ändern sie jetzt leider auch nichts mehr. Aber schön, dass sie trotzdem eine ordentliche Platte abliefern. Und doppelt schön, dass sie nicht – wie so einige Kollegen - der Versuchung erliegen, Grunge-Attitüde und Schlagkraft gegen weichgespülten Stadionrock einzutauschen.

Stattdessen hauen sie auf „No Apologies“ größtenteils kräftig auf den Putz. „Sound Off“ eröffnet die Scheibe mit hektischen Riffs, massiven Halftime-Beats und der typischen Kombination aus verhältnismäßig sanften Strophen und harten Refrains. „Drama Queen“ setzt in der Tradition noch einen drauf, mischt noch eine Prise mehr Funk ins Riffing und kehrt auch gleich den ersten richtigen Ohrwurmchorus raus - „Headstrong“ lässt hier (es musste ja so kommen) herzlichst grüßen.

Streng genommen geht das bis zum Albumende auch so weiter, denn dass sich Trapt weder in soundtechnischer Richtung noch in Sachen Songstrukturen auf große Experimente einlassen, wurde ja bereits angedeutet. Hooklines haben sie aber ohne Zweifel drauf, und so bleiben „Stranger In The Mirror“, „Beautiful Scar“ und „Storyteller“ (um nur einige zu nennen) noch einige Zeit lang im Hörkanal hängen. Höhere Ansprüche sollte man an „No Apologies“ auch besser gar nicht stellen: Auch wenn Trapt mit „No Apologies“ alles andere als eine Genrerevolution einleiten, können sie doch einige Zeit lang mit gut gemachtem, straighten Rock unterhalten. Wem das nicht reicht, der kann sich ja einreden, es wäre wieder 2002.

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