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Transmission0: Memory Of A Dream

Ein sehr kompliziertes, aber auch ein sehr gutes Album
Wertung: 8/10
Genre: Metal Crossover, Avantgarde
Spielzeit: 64:22
Release: 24.11.2006
Label: Go-Kart Records Europe

“Memory Of A Dream” ist das zweite Album der Holländer von Transmission0 -nachdem sie im Jahre 2004 mit “O” ihr Debütalbum veröffentlichten - und dieses ist mit Sicherheit nichts für Metalfreunde, die mit Vorliebe jede Band in irgendeine spezifische Genre - Schublade packen. Dies ist hier zu keinem Fall möglich, denn Transmission0 kreieren durch die Verwendung unterschiedlichster Einflüsse einen völlig eigenständigen Sound, der gleichermaßen packend, wie ziemlich schwer erfassbar ist. Es verlangt dem Hörer eine Menge Geduld und Konzentration ab, doch wer sich die Zeit für eine intensive Auseinandersetzung nimmt wird am Ende belohnt.

Kommen wir aber kurz zurück auf die angesprochenen musikalischen Einflüsse; hier reichen sich wirklich Tradition, Moderne und Zukunft die Hand und bilden eine stabile, eindrucksvolle Einheit. Vielleicht mag dies für denjenigen, der das Album noch nicht kennt, nur schwer zu verstehen sein, aber so richtig mag es auch mir nicht gelingen diese Einflüsse konkret auf einen Nenner zu bringen.

Möchte man es dennoch Versuchen, so könnte man die Teile Tradition, Moderne und Zukunft anhand des rund sechsminütigen Openers “Cocoon” näher bestimmen. Tradition meint hier vor allem die schleppenden, doomigen old - school Riffs, die partiell sehr minimalistisch gehalten sind, Moderne den satten, manchmal noisigen, alternativen Sound und die zeitgemäßen Vocals, welche in diesem Song konstant zwischen rau und clean wechseln, und Zukunft die überirdischen Keyboardsounds und die fast schon “Tool” - mäßige Progressivität, die ab und zu auch für Entspannungsmomente sorgt.

Dies ließt sich vielleicht immer noch wirr, aber genau das sind Songs wie “Condor”, “Token” (mit einem gesanglichen Gastauftritt von Steve Austin [Today Is The Day]) oder das sehr noisige - aber mit einer genialen Melodie in den Versen versehene - “Fragments” (dem meiner Meinung nach besten Songs auf “Memory Of A Dream“) ja auch.

Sehr gut gefallen mir auch die beiden instrumentalen “Zwischensongs” “Dream1” und “Dream2”, die extrem gut arrangiert sind und genau die zum Zeitpunkt des Albums erforderliche Stimmung einfangen. Normalerweise bin ich kein großer Fan solcher Songs, weil sie oftmals einem Album die Spannung rauben, aber hier demonstrieren Transmission0 wie man es richtig macht und das muss man als Kritiker honorieren.

Nur die Produktion gefällt mir persönlich nicht ganz so gut und besonders bei den extrem “krachigen” Parts hätte ich mir etwas mehr Power und Druck gewünscht, die “Memory Of A Dream” vielleicht noch etwas mehr Würze hätten geben können. Ordentlich ist diese aber allemal.

Fazit: “Memory Of A Dream” ist ein sehr kompliziertes, aber auch ein sehr gutes Album, mit welchem Mann sich beschäftigen und auf das man sich einlassen muss. Wer Musik nur als Konsumgut ansieht, kann getrost die bereits gelesenen Zeilen wieder vergessen, wer allerdings auf der Suche nach spannender und unkonventioneller Musik ist, ist hier genau richtig, auch wenn ich glaube, dass die Meinungen selbst bei diesen im Fall von Transmission0 weit auseinander gehen werden.

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