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Trans-Siberian Orchestra: The Ghosts Of Christmas Eve

Ihr Kinderlein kommet!
Wertung: 7/10
Genre: Rock
Spielzeit: 50:12
Release: 04.11.2016
Label: Universal

Trans-Siberian Orchestra sind mit einer Weihnachtsplatte zurück. „The Ghosts Of Christmas Eve“ ist allerdings keine Neuerscheinung im klassischen Sinne, denn bereits 2001 wurden die Songs auf DVD gebannt und veröffentlicht. Nun, zur passenden Jahreszeit und zur Wintertour der Formation wird die CD aufgelegt. Thematisch ist man nicht schwer erkennbar in der Weihnachtszeit unterwegs und die Story der Geschichte ist ganz knapp zusammengefast die, dass eine Teenagerin von zu Hause abhaut und sich in einem Varieté-Theater ein warmes Plätzchen sucht. Dort wird sie dann entdeckt und es wird versucht, durch die Geister der Vergangenheit ihr Leben wieder in normale Bahnen zu lenken.

Wem die Geschichte noch nicht kitschig genug ist, der wird natürlich mit der entsprechenden Musik bombardiert. So halten Trans-Siberian Orchestra auf dem Silberling fünfzig Minuten recht weichgespülten Weihnachtsrock für alle parat, die hart genug im nehmen sind.

Natürlich schimmert auch hier kontinuierlich die Savatage-Grundstimmung durch und auch dieses Mal erreicht man das Niveau natürlich nicht. Dennoch sind all diese Kritikpunkte nicht so schwerwiegend, wie sie sich vielleicht im ersten Moment anhören. Denn tatsächlich ist es ja so, dass die Band immer auf hohem technischen Niveau unterwegs ist und so ist es natürlich auch hier. Außerdem haben Trans-Siberian Orchestra zwar den Bombastrock keineswegs erfunden, aber sie haben ihn gerade mit der Originalversion von „The Ghosts Of Christmas Eve“ einem sehr breiten Publikum zugänglich gemacht. Nicht zuletzt wurden viele auch durch die extrem aufwändige Show der Rockoper auf das Projekt aufmerksam. Dass eine so bombastische Show vor allem in den USA besonders gut ankommt, mag seine Gründe haben, die spielen jetzt aber keine Rolle.

Der Inhalt der Scheibe besteht aus zehn angerockten Weihnachtsliedern mit Gospel, Chören, viel akustischer Musik und natürlich extrem viel Pathos. Trotz aller technischen Raffinessen und dem ansprechenden Soundgewand (die Stereoaufteilung ist schon fett) muss man schon zu den hartgesottenen Weihnachtsfans gehören oder schon erheblich einen im Tee haben, um das ganze Album am Stück zu ertragen. Zu empfehlen ist die Scheibe als Weihnachts-CD für Rocker-Eltern mit kleinen Kindern. Hier ergibt sich die perfekte Schnittmenge.

Die Songs zu analysieren, kann man sich schenken. Wir tummeln uns hier im oben schon angedeuteten Bombast-Gospel-Chor-Weihnachtsbrei, der nun wirklich nicht ansprechend ist. Ist man andersherum betrachtet aus irgendeinem Grund dazu genötigt, eine CD mit weihnachtlicher Musik zu besorgen, dann ist man als Rocker oder Metaller hier bestimmt am Besten bedient.

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