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Tramortiria: Wrath Among The Dead

Thrashiger Genre-Mix aus den Bergen Italiens
Wertung: 5.5/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 57:58
Release: 20.01.2012
Label: SG Records

Auf den Namen "Wrath Among The Dead" hört das Debütwerk des italienischen Quartetts Tramortiria, das 2002 durch Gitarrist und Sänger Tony De Marco und Drummer Simone Bosi gegründet wurde. Nach einigen Jahren im Keller unter Alkohol, Hass und vergeblichen Diskussionen hat die Band es nach zwei Demos zum ersten Full-Length-Album gebracht. Die Band spielt ungezügelten Thrash Metal, allein der Blick aufs Cover verrät schon so einiges: Ein apokalyptisches Bild mit selbstzerstörerischer Stimmung, eine nukleare Explosion im Hintergrund, Verwesung im Vordergrund und ein Werbeschild, das preist: "The end is near, be ready, with the coolest gas mask ever!"

Die Band selbst sagt über ihren Stil aus, dass es nach Thrash Metal aus persönlichem Ursprung klingt, verunreinigt mit diversen Einflüssen. Präzise Angaben scheinen nich deren Fall zu sein. Jedenfalls sind Tramortiria nach eigener Aussage einfach bitter enttäuscht und deren Sound ist das Resultat. Das kann man so bestätigen, die Truppe spielt wütenden, dreckigen Thrash Metal. Wer jetzt aber auf feinstes und irrschnelles Gekloppe à la Slayer oder Sepultura hofft, ist schiefgewickelt, hier geht es deutlich gemütlicher zur Sache. "Wrath Among The Dead" bietet blutigen Thrash mit einer gehörigen Prise Rock'n'Roll, versetzt mit Grooves und melodischen Einflüssen. Mal geht's eher langsam, mal flott zur Sache und dann gibt es hin und wieder total ruhige melodische Passagen auf der Akustikgitarre oder mit Cleangesang. Dabei wird so willkürlich hin und her gewechselt, dass der Mix der unterschiedlichen Genres noch ein wenig halbgar wirkt.

Den Vorrang auf der Platte haben allerdings handgemachte, harte und stampfende Nummern wie "1936" oder "Blood Buster", die mit ihren starken Rock-Anleihen stellenweise sogar nach den schwedischen Entombed klingen. Lohnenswert ist auf jeden Fall der fünfte Track "Morrow" mit groovigen Gitarrenläufen, schnellen Drums und einigen tonnenschweren Riffs. Ganz schön geraten ist auch das melodische Stück "Face To Face", das mit harmlosen Akustikgitarren und klaren Gesängen beginnt und sich nach und nach steigert in einen fetzigen Thrash-Kracher.

Ehrlich gesagt klingt Tramortiria teilweise wie eine unreife Band in der Selbstfindungsphase. Einerseits wollen sie mit rauen und saudreckigen Thrash-Parts auf die Fresse geben und dann kommen sie doch wieder mit einer halbherzigen melodischen Schmusepassage daher. Doch auch wenn das Cover es vermuten lässt, "Wrath Among The Dead" ist noch lange kein Weltuntergang, nichtsdestotrotz hat die Band noch deutlich zu arbeiten an ihrem Stil sowie ihrer Eigenständigkeit. Das Debütalbum der Italiener ist ein rauer, wütender Thrash-Batzen mit vielen Ausflüchten in melodische und ruhige Parts, der eindeutig noch ausbaufähig ist, doch angesichts der Tatsache, dass es sich um den ersten Longplayer handelt, liegt hier auch kein Totalausfall vor.

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