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Totalt Jävla Mörker: Totalt Jävla Mörker

Eindrucksvoll und voll auf die Zwölf
Wertung: 9/10
Genre: Hardcore
Spielzeit: 30:53
Release: 29.05.2006
Label: Regain Records

Totalt Jävla Mörker...was für ein Bandname, hehe. So gewöhnungsbedürftig dieser auch ist, umso tiefer setzt er sich doch ins Gedächtnis fest, hat man ihn dann irgendwo erst einmal gelesen. Und was will eine Band mehr? Richtig, nichts. Da können die Skandinavier auch schon mit 1:0 punkten.

Hervorgegangen ist Totalt Jävla Mörker aus der Hardcore-Combo Bitter End. Ob diese schon vorher irgendwie mal über die Landesgrenzen hinaus in Erscheinung getreten ist, dürften die Hardcore-Fans unter euch wohl besser wissen als ich. Was sicherlich auch nicht wichtig ist, denn jetzt regieren Totalt Jävla Mörker.

Die ehemaligen Mucker schlossen sich also nach dem Abgang von Bitter End zusammen, um lautstärketechnisch noch einen drauf zu legen und sich mit rauem Hardcore vom vorher gespielten Metalcore deutlich abzusetzen. Und das taten sie veröffentlichungstechnisch im Sommer 1998 mit der ersten 7-inch „Dä Hämndens Timme Slär“.

Wie in der Info des Labels zu lesen ist, waren die gepressten 200 Stück innerhalb eines Tages komplett ausverkauft. Alle Achtung. Trotzdem ließ die zweite 7-inch weitere zwei Jahre auf sich warten. „Industri, Betong Och Sälda Själar“ wurde anno 2000 via Communichaos Records auf die Menschheit losgelassen.

Aber erst der Nachfolger „Det Ofrivilliga Lidandets Maskineri“ (2001) sollte für einiges Aufsehen sorgen. Grammy-Nominierungen und der Gewinn des Manifest Award für das beste Hardrock/Punk-Album markierten den vorläufigen Höhepunkt dieser Ausnahmeband.

Nach der erfolgreichen 2003´er Scheibe „Människans Ringa Värde“ touren die Mannen durch Schweden, Norwegen und Deutschland. Eine weitere Grammy-Nominierung und ein Deal mit Regain Records folgten auf dem Fuß. Kann man hier schon von einer Traumkarriere sprechen? Urteilt selbst...

Der neue Wutklumpen von Totalt Jävla Mörker schließt harrgenau da an, wo sie 2003 aufgehört haben. Fetter, aggressiver und krachlastiger ist Hardcore wohl nicht mehr zu interpretieren. Die Platte brummt und knarrt an allen Ecken und Enden. Die ruppige, doch beileibe nicht schlechte Produktion passt wie Arsch auf Eimer. Hier ist kein Platz für Zuckersüßes. Voll ins Gesicht und direkt auf den Punkt. Wie sonst kommt man bei 15 Songs auf eine Spielzeit von nur knapp 30 Minuten? Eben.

Also, ich bin wirklich kein Kenner von Hardcore und bin dem Sound auch nicht sonderlich zugetan, doch Totalt Jävla Mörker beeindrucken mich mit ihrer Intensität, ihrer Brachialität.

Hier einzelne Highlights rauszupicken, ist verdammt schwierig, weil die ganze Scheibe als Dampframme angesehen werden muss. Doch mit der Pistole auf der Brust würde ich „Kall Värld“ als erstes nennen. Fetter Thrash trifft auf einen Monster-Groove, gepaart mit infernalischem Gesang. Mal abgesehen vom kurzen Mittelteil beschränkt sich der Song auf genau zwei verschiedene Teile. Diese sind aber so beeindrucken, dass jeder weitere Part einfach nur stören würde. „Döden, En Lönsam Affär?“ dagegen wartet mit einer wüsten Punk-Schlagseite auf, die sich nach vorne peitschend und doch ein klein wenig melodiös entlädt. Oder nehmen wir mal „Den Nya Tidens Korstag“. Erst kickt es dich voll aus dem Sessel und zieht dich dann mit einem doomigen, bedrohlichen Riff über den Fußboden. Hab ich in meinen Zeilen schon das Wortspiel „richtig fett“ benutzt?

Hardcore-Riffing, Thrash, Blastbeats, Doom, hier und da mal jazzige Gitarren- oder Bassläufe (aber nur minimal; reichen aber, um einen wuchtigen Song ein bisschen aufzulockern) bestimmen also das Gesamtbild der selbstbetitelten Platte. Und das so eindrucksvoll und voll auf die Zwölf, wie ich es schon lange nicht mehr gehört habe. Mein Fazit ist deshalb nur folgendes: Jeder, der sein Herz dem Hardcore verschrieben hat, kann hier blind zuschlagen. Jeder Death Metal-Freak, dem Aggressivität in der Mucke mehr als wichtig ist, sollte unbedingt ein Ohr riskieren. Und für jeden, der Ärger mit seiner Partnerin/seinem Partner hat und sich emotional abreagieren muss, ist diese Platte das beste Mittel dafür. Ich bin geplättet.

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