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Torpedohead: Let's Go For A Ride

Eine EP wie ein Sportwagen - macht Spaß, so lange das Gaspedal am Boden ist
Wertung: 7/10
Genre: Glam Rock/Hardrock
Spielzeit: 15:53
Release: 12.11.2010
Label: EAT MUSIC

Gitarren! Axl-Rose-Bandanas! Lederjacken! Rock'n'Roll! Torpedohead haben all das und sie möchten es ungern für sich behalten. Aus diesem Grund lassen uns Sven Spacebrain, Hardy und Zasch mit ihrer neuen EP an ihrer Vision von melodischem, rotzigem Hardrock teilhaben. Was 2009 mit dem Debütalbum „Lovesick Avenue“ begann, findet nun also mit „Let's Go For A Ride“ seine Fortsetzung – mit fünf Songs und nur knapp einer Viertelstunde Spielzeit zwar eher ein Trailer für ein in ungewisser Zukunft erscheinendes Zweitwerk, aber immerhin.

Umso wichtiger und besser, dass Torpedohead keine Zeit verlieren, sondern mit „Brave New World“ gleich den ersten Kracher aus der Hüfte schießen. Ein Stop-Go-Riff à la AC/DC, ein bisschen punkiges Geschrammel, ein Refrain mit verblüffend authentischen Ramones-Backingvocals und fertig ist der kurze, schmerzlose und partytaugliche Opener. So darf es gerne weitergehen und tut es auch: „Cadillac Beach“ lehnt sich in Sachen Ramones-Inspiration zwar schon etwas weit aus dem Fenster; das coole Akustikgitarrengegniedel in der zweiten Hälfte rettet den Song aber vor dem Absturz.

„Black Rain“ hat zwar ein hörenswertes Gitarrensolo und erfüllt noch dazu den ureigenen (und meist geheimgehaltenen) Wunsch jedes Rockers nach „more cowbell“, bleibt aber ansonsten ziemlich unspektakulär. Als wären sie sich dessen bewusst, lassen Torpedohead es mit „Moonshine Highway“ dann noch einmal dermaßen krachen, dass man ihnen den schwachen Vorgänger locker verzeiht. Vom messerscharfen Riffing über das mehr als ordentliche Tempo bis hin zum herrlich sleazigen Refrain passt hier einfach alles zusammen. Das und nichts anderes möchte man von Typen hören, die kleidungstechnisch irgendwo in den mittleren Achtzigern hängengeblieben sind.

Zum Vergleich: „Paintrain“ möchte man genau nicht hören. Aber es wäre auch zu schön gewesen, wenn sich die drei mit der Rocksau-Rolle zufriedengegeben hätten. Jetzt müssen sie am Ende unbedingt noch ihre melancholische, gefühlvolle Seite nach außen kehren, was nach „Moonshine Highway“ so gar nicht funktionieren will. Mr. Spacebrains Stimme ist im Zusammenklang mit gezupften Akustikgitarren alles andere als schön anzuhören und der gelangweilt lallende Vokalbeitrag seiner Mitstreiter im Refrain macht genauso wenig Eindruck wie das pseudo-emotionale Gitarrensolo.

Eine kleine Enttäuschung also, die am Ende der Setlist steht und „Let's Go For A Ride“ das Prädikat „Runde Sache“ verwehrt. Dennoch liefern Torpedohead insgesamt gute Arbeit ab und erfreuen besonders dann, wenn sie richtig Gas geben – schließlich wird auch nur das dem EP-Titel wirklich gerecht.

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