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Torment Of Souls: Zombie Barbecue

Live knallen sie einfach besser
Wertung: 7/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 38:06
Release: 15.01.2014
Label: The Finest Noise/ Radar Music

„Zombie Barbecue“ hat hier intern schon eine Geschichte. Seit mehr als einem Jahr belegt sie auf diesem Schreibtisch ein Plätzchen und will abgearbeitet werden, immer wieder verschwindet sie im CD-Schacht unter dem Motto „jetzt aber mal konzentriert abarbeiten“, doch auch immer wieder stellt sich dann der „ich weiß nicht recht“-Effekt ein. Am Ende sind es immer wieder die beiden gleichen Erlebnisse, die ein wenig zurückschrecken lassen, oder besser stutzig machen, als da wäre zum einen die mehr als famose Live-Performance der Band, die diese CD einfach um Längen schlägt, zum anderen wären da die im Laufe des Jahres immer wieder aufkommenden Rückmeldungen, wie geil die Torment Of Souls-Platte denn nun sei.

„Kann man denn so daneben liegen?“, so der aufkeimende Gedanke, denn ja, „Zombie Barbecue“ ist gut hörbar und groovt mit seinem teilweise melodischem Death Metal auch eher skandinavisch denn wie eine Hackplatte nach amerikanischen Vorbildern, aber das ganz große Aha-Moment will sich partout nicht einstellen. Dabei hat das Sextett schon reichlich Erfahrung intus, feierten sie doch anno 2014 gar ihr 20jähriges Jubiläum und haben in den ganzen Jahren immerhin inklusive dieser Scheibe hier vier komplette Longplayer unters Volk gebracht. Jetzt könnte man natürlich in einem ersten Reflex anmerken, dass die Platten allesamt unter dem Independent-Banner herauskamen, doch regelmäßige The-Pit.de-LeserInnen dürften schon längst festgestellt haben, dass die sogenannten „Kleinen“ hier ihren festen Platz haben und das Eigenregie-Label nicht als Qualitätsmerkmal taugt und „Labelcode“ nicht immer Qualität bedeutet.

So, jetzt aber vermehrt ins Zombie-Schlachtenfest eintauchen… oha, auch hier werden die Untoten wie schon auf den Torment Of Souls-Veröffentlichungen zuvor wahlweise auf deutsch oder englisch hervorgehoben, was natürlich einmal mehr in Teilen der weniger progressiven Metalgemeinschaft für ablehnendes Kopfschütteln sorgen dürfte. Aber, und genau das ist wichtig, aufgrund der tiefen Growls aus der siebten Jochen-Hamper-Sohle sind eh immer nur wieder Textfetzen erlauschbar, lediglich Schlagworte wie beispielsweise bei „Die Hure 3“ sind deutlicher zu vernehmen.

Lustloses Geriffe nach immerhin sieben Jahren Alben-VÖ-Pause will man den Eiflern ja nicht unterstellen, aber der groovig angelegte, mit deutschen Texten versehene Titelsong und seinen Amon Amarth-Anleihen ist dann doch einfach zu einfallslos, denn das große Überraschungsmoment liefert allemal das süffige, mit fröhlichem Unterton aufwartende Gitarrensolo, welches einen Kontrast zum harten Lyrikinhalt schafft. Einfache Strukturen bei „Schrei!“, allerdings mit schön fiesen Vocals, Groove-orientierte, mit reichlich Melodie versehene Gitarren bei „Es geht zu Ende“ oder wie schon beim Opener „Blooddawn“ die tiefen Growls zu den melodischen Auswüchsen, die zwischendurch durch pures Gehacke unterbrochen werden, gehören nicht gerade zu den schlechtesten Songs, sind auf der anderen Seite jedoch auch weit weg von einer tödlichen Offenbarung.

Dabei können Torment Of Souls auch anders. Zum einen wäre da das mit einem epischen Keyboardintro und militärischem Drumming aufwartende „Bone Stone Brain“, welches sich ab und zu groovig, in der Grundausrichtung aber schön durchballernd von seiner schönsten Seite zeigt, zum anderen wäre da noch der kurz vor Schluss überzeugende „Galgenmann“. Hier stimmen Abwechslung, Melodie, Groove und brutales Riffing, was durch ein Horrorszenario mit klerikalem Charakter auch passend eingeleitet wird. Allerdings hört sich die Neuauflage „Sore Intestines“ (schon auf dem 97er Debüt „Out Of Darkness“ zu finden) zwischendurch immer wieder unrund an, wobei die Sechs mit den mehrstimmigen Growls und dem aufkeimenden Wahnsinn noch knapp das Ruder herumreißen.

Schlussendlich bleibt es eigentlich dabei: Torment Of Souls sind live um Längen interessanter als auf CD, das Bühnenfeeling können sie also nicht ins Studio hinüberretten. Schade, denn während viele Underground-Death-Metal-Fans „Zombie Barbecue“ gut abfeiern, wird die CD hier wohl ein tristes Versteckleben im CD-Regal fristen, denn zwingend ist sie halt nicht geworden.

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