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Torchbearer: Death Mediations

Härte, Geschwindigkeit und Melodien auf sehr hohem Niveau
Wertung: 9/10
Genre: Melodic Death Metal, Black Metal
Spielzeit: 44:10
Release: 25.04.2011
Label: VIC Records

Die Schweden zeigen mal wieder wie es geht. „Death Mediation“ ist nicht nur das dritte Album der schwedischen Torchbearer, es ist gleichzeitig auch ein erstaunliches Vorzeigealbum für das Black/Death-Genre. In „Death Mediation“ werden die grausame Atmosphäre des Blacks und die Härte und der Melodienreichtum des Melodic Deaths so kombiniert und feinsinnig gegeneinander abgewogen, dass sich die hohe Qualität des Albums schnell abzeichnet.

Torchbearer stehen besonders für drei Dinge: Härte, Geschwindigkeit und Melodien. Diese drei Hauptbestandteile sind bei diesem Album nicht nur allgegenwärtig, sie laufen auch immer wieder zu Höchstformen auf.  Die raue, growlende Stimme und die harten und schnellen E-Gitarren sowie der Bass verpassen „Death Mediation“ eine kraftvolle Death-Note. Hinzu kommen die unverbraucht klingenden,  ausgeklügelten Melodien, die von der Lead-Gitarre immer wieder gekonnt in Szene gesetzt werden. Diese sind nicht nur durch das gute Abmischen des Albums immer deutlich zu hören, sie gipfeln auch immer wieder in genüsslichen Gitarren-Soli, die Lead-Gitarrist Patrick Gardberg ausschweifend zelebriert (zum Beispiel „At Takao River”, „Dying Codex“ und „The Aphotic Depths“). Dabei fliegt er so schnell über das Griffbrett, dass diesem Gitarristen ernsthaft Respekt gebührt. Auf diese Weise stoppen die Gitarren-Soli auch den Fluss des Albums nicht, wie es sonst häufig der Fall ist. Das bei Torchbearer hoch gehaltene High-Tempo bleibt also auch in diesen Passagen bestehen und verpasst dem Album dadurch einen enormen Drive. Die Band achtet zudem darauf, nie in wildes Geknüppel zu verfallen. Dies erreicht sie durch abwechslungsreiche Rhythmik- wie auch kurze Tempowechsel, die in die Lieder integriert wurden, diese aber nicht aus der Balance bringen. Zudem werden die  Lieder durch die immer deutlich hervorgehobenen Melodien von einem rauschenden Einheits-Knüppeln verschont. Auf diese Weise bleiben die Lieder durchgehend interessant und sogar spannend. Die Individualität jedes Songs ist hörbar und einprägsam. 

Weitere Pluspunkte sammelt das Album durch kraftvolle zweistimmige Passagen („Coffin-Shaped Heart“), wie auch durch atmosphärische Ausflüge, die fast schon cineastisch wirken. Neben dem Intro „Portals“, das mit Streichern und Piano aufwartet, kann auch das instrumentale Stück „In The Shadows Of Leaves“ überzeugen. Beide beschwören Bilder von fremden Kulturen, Trauer und tiefen Gedanken herauf, die wunderbar in das Thema des Konzeptalbums passen: die Samaurai-Philosophie Hagakure. Der Stil der Melodien erinnert dabei manches Mal an den Black Metal von Borknagar, der sich meist ähnliche, progressive Melodien zu eigen macht. Der Abschlusssong „The Aphotic Depths“ greift die cineastische Stimmung vom Anfang („Portals“) wieder auf und rundet das Album dadurch geschickt ab.

Ein Aspekt warum „Death Mediation“ trotz der vorhergehenden Lobeshymne dann doch an den zehn Punkten vorbeirutscht, ist der Sound der E-Gitarre. Diese neigt in manchen der sehr hoch gespielten Parts zu einem schrillen Klirren, was den Gesamtklang des Albums etwas herunterzieht. An anderen Stellen wird mit den Synthesizern etwas übertrieben („At Takao River“), was ähnlich negative Auswirkungen hat. Dies ist aber Kritik auf hohem Niveau und schmälert die Qualität des Albums nur in geringem Maße. „Death Mediation“ ist abschließend gesagt ein wirklich faszinierendes, abwechslungsreiches Album, das ohne jeden Zweifel viele Hörer in seinen Bann schlagen wird.  

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