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Too Pure To Die: Confidence And Consequence

So klingt Modern Thrash, wenn die Ideen fehlen!
Wertung: 6/10
Genre: Modern Thrash
Spielzeit: 29:29
Release: 25.10.2008
Label: Trustkill / SPV

Immerhin: Too Pure To Die lassen sich von den melodisch-zarten Auswüchsen ihrer zahlreichen Kollegen kaum beeindrucken und fahren auf "Confidence And Consequence" ein ziemlich deftiges Brett. Die Truppe aus der Slipknot-Heimat Des Moines fügt die Inspiration des späteren Pantera-Sounds in ein brachiales Hardcore-Klanggewand und geht auf dem bereits 2006 in den Staaten veröffentlichten Debüt keinesfalls zimperlich um mit der Hörerschaft.

Damit wären die Vorzüge der Band allerdings auch schon auf den Punkt gebracht. Kompositorisch wie musikalisch ist die wilde Stampferei, die der Fünfer hier betreibt, nämlich auf lange Sicht ziemlich eintönig, um nicht zu sagen langweilig.

Die Schemen der zehn Stücke von "Confidence And Consequences" wird jeder halbwegs taugliche Hardcore-Maniac bereits nach zehn Sekunden durchschaut haben. Brutale Breitband-Riffs treffen auf Modern-Thrash-Attacken der Marke Machine Head und pendeln sich schließlich in den allseits beliebten Hatebreed-Midtempo-Groove ein - und das Song für Song nach gleichem Strickmuster.

Stücke wie "Bad Luck" und "Blame No One" sind folglich anfangs gar nicht zu differenzieren, die Übergänge zwischen den Songs indes nur schwerlich herauszufiltern. Dieser latente Mangel an Abwechslung und lediglich kleiner Neuerungen nimmt den Brutalität der Grooves schließlich auch schnell wieder den Wind aus den Segeln.

Heavy um jeden Preis, das scheint hier die Devise, wobei man grundsätzlich gar nichts an den Songs von "Confidence And Consequences" aussetzen darf. Das Problem ist jedoch, dass die Band ein und denselben Song ganz simpel modifiziert beinahe dutzendfach auflegt und so das bisschen Spannung, das nach den einleitenden Klängen des Titelstücks noch in der Luft lag, schnell wieder in den Boden rammt.

Fazit: Pantera sind (bzw. waren) eben Pantera, und Too Pure To Die bleiben Too Pure To Die - und zwischen diesen beiden Einheiten liegen schlichtweg Welten, die das Quintett aus Iowa mit dem kompletten Verzicht auf Innovationen nie wird überbrücken können. Derart berechnend ist das Debüt bestenfalls Durchschnittsware!

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