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Tony Gorilla: Season of the Wolves

FSK: Nicht für Autofahrten in der Stadt geeignet
Wertung: 7.5/10
Genre: Punk, Rock
Spielzeit: 40:00
Release: 02.09.2011
Label: Horrorbusiness

Man nehme eine gehörige Portion Punk, gebe einen großen Schlag Rock’n’Roll hinzu, dazu noch einen Schuss Metal und eine Brise Hardcore und schon ist ein großartiges Gericht namens „Season of the Wolves“ kreiert. Ganz so einfach ist es sicher nicht, aber so ungefähr klingt der neueste Auswurf von Tony Gorilla. Vier Jahre nach ihrem Debütalbum „Untamed Beast“ legen sie hier ihr neues Werk vor und hat man sie in dieser Zeit vielleicht nicht vermisst, fragt man sich beim Hören doch, wo sie die ganze Zeit waren.

Diese Scheibe ist treibend, knackig, schnell und vor allem viel zu schnell vorbei. Dreizehen Stücke werden serviert, die sicher alle die gleichen Grundzutaten haben, sich aber in den eingebrachten Mengen unterscheiden und so die Songs durchaus variabel klingen.

Ein rauer Wind pfeift um die Ohren und die ersten Töne könnten als Filmmusik für jeden Horrorfilm herhalten. „Killing Time“ hat begonnen und nun fliegen auch rasante Punk-Rhythmen um die Ohren, die mit etwas Heavy-Rock der 70-er Jahre verfeinert werden. Die besondere Würze an dem Ganzen ist aber die markante, recht hohe Stimme von Sänger Greg, an der man sich bei fast jedem Song erneut ergötzen kann. „If I Give In“ schließt sich dem an, wobei hier der Rock’n’Roll-Anteil deutlich höher ist und die Dortmunder mit einigen kräftigen Metalriffs und Akustikklängen das Ganze noch steigern können.

Die Ruhrpottler wirbeln sich ein ums andere Mal quer durch die verschiedensten Musikgenre, können wie bei „Nothing Chances“ mit Hardcore-Einflüssen punkten, beweisen ihre Vielfältigkeit an der Gitarre und punkten immer wieder mit gut eingeschobene Rhythmuswechseln und Breaks. Bei „Rats Get Fat“ fühlt man sich an die Rotzigkeit der Sexpistols erinnert, außerdem knallen eine deftige Bassläufe entgegen und so kommt bei keinem der kurzen Stücke auch nur ansatzweise Langweile auf. „Oblivion“ ist ein weiteres Highlight des Silberlings und verfügt über einen Groove, bei dem man sich eher an skandinavische oder englische Bands erinnert fühlt.

Treten Tony Gorilla eigentlich bei allen Songs ordentlich aufs Gaspedal, fährt man in „Love Me Please“ erstmals mit angezogener Handbremse, was aber bei den Dortmundern auch nur bedeutet, dass man sich hier eher im Midtempo-Bereich bewegt und auch diesen bestens meistert. Jedoch hebt sich dieses Stück somit etwas von den anderen ab. „Give Me A Reason“ ist dann aber wieder ein Frontalangriff der Saitenfraktion und mit „Fragile“ schließt sich der rasante Reigen. Nochmals prasseln die Riffs, kurze schnelle Drumsschläge hernieder und die Stimme von Greg schmettert sich in angenehmster Weise in die Gehörgänge.

40 Minuten Punk’n’Roll ziehen vorbei wie im Flug, 40 Minuten geballte Energie, die nicht einen einzigen Totalausfall mit sich bringt. Der Sound ist zwar noch verbesserungswürdig, hin und wieder fühlt man sich auch stark an andere Bands erinnert und sicher schreiben Tony Gorilla mit dem Silberling auch kein neues Kapitel in der Rockgeschichte, aber diese Scheibe macht einfach Spaß, treibt ordentlich vorwärts und klingt unheimlich schweißtreibend. Bei Stadtautofahrten ist vom Genuss der CD allerdings abzuraten, diese rasanten Tracks sind verdammt ansteckend und der nächste Blitzer wartet mit Sicherheit.

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