Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Tony Gorilla: It Takes A Spark

Auch bei der dritten Scheibe gibt es eine Steigerung
Wertung: 8/10
Genre: Hardcore/Punk/Alternativ
Spielzeit: 38:54
Release: 10.04.2015
Label: Horror Business Records

Mit „It Takes A Spark“ schieben Tony Gorilla mittlerweile ihre dritte Langspielrille gen Gehörgänge und man darf nach dem gelungenen Vorgänger durchaus gespannt sein, was die Ruhrpottler diesmal auf den Silberling gemeißelt haben (da steht doch schon bald ein neues Album an; Anm. d. Red.).

Insgesamt elf Titel wurden der Welt zur Verfügung gestellt, der Einstieg mit „Prelude“ dürfte die Fans des Fünfers allerdings in einen wahren Schockzustand versetzen. Tatsächlich gibt es hier ein einführendes Instrumentalwerk zu hören, welches nicht nur mit klassischen Instrumentarium gespielt wird, sondern eben auch recht gemäßigt daher kommt. Lange schießt der Angstschweiß allerdings nicht aus allen Poren, immerhin ist die Eröffnung von kurzer Dauer und beim nachfolgenden „Won't Back Down“ gibt es wieder den gewohnten Mitten-auf-die-Fresse-Hardcore. Bei diesem Stück fühlt man sich zwar über weite Strecken an die Kollegen von Ignite erinnert, was aufgrund der ähnlichen Stimmfärbung der beiden Sänger allerdings nicht wirklich verwundert und erst recht nicht die schlechteste Empfehlung ist.

Auch bei allen nachfolgenden Titeln gehen Tony Gorilla keine Sekunde vom Gaspedal, krachend und treibend ballert sich ein Song nach dem anderen in die Gehörgänge, was man sicher auch schon vom Vorgängerwerk gewöhnt ist, allerdings hat sich der Fünfer durchaus in den letzten Jahren steigern können. Bestes Beispiel hierfür ist das starke „Voodoo“, welches zwar immer noch anständig reinhaut, aber auch zeigt, dass die Songstrukturen mittlerweile komplexer gestaltet werden, ohne dabei grundsätzlich an Kantigkeit zu verlieren. Tony Gorilla zeigen auf weiten Strecken, dass sich wütendes Geballer und ein gewisses Maß an Eingängigkeit nicht zwangsläufig im Wege stehen müssen.

Selbst in puncto Abwechslung kommt das neue Werk noch besser zum Tragen. So verfügt „Summertime“ über stärkere Alternativeinflüsse, die aber nicht den Weg zu Hochgeschwindigkeitsparts versperren. Bei „Yesterday“, welches etwas mehr dem Punk huldigt, erfreut man sich nicht nur an gut gesetzten Bassläufen, sondern kann auch dem unwiderstehlichen Groove nicht entgehen, der den Titel mit zu einem Highlight des Albums macht. Und zu guter Letzt zeigt sich selbst Frontmann Chris am Gesang variabler als beim letzten Werk.

Hinten hinaus hat man zwar etwas das Gefühl, dass die Intensität der Stücke ein wenig nachlässt, aber unterm Strich gibt es keinen Totalausfall zu vermelden. Zudem gibt es mit dem abschließenden „Razor“ nochmals kräftig paar auf die Neun, wobei Tony Gorilla eh bei keinem der Tracks irgendwie den Eindruck hinterlassen, dass auch nur der kleine Finger gen Handbremse gehen will. Mit „It Takes A Spark“ bringen die Ruhrpottler nicht nur ein leidenschaftliches und krachendes Album an den Start, sondern können sich im Vergleich zu „Season Of The Wolves“ gar noch um ein Quäntchen steigern.

comments powered by Disqus