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Todesbonden: Sleep Now, Quiet Forest

Abwechlungsreicher Folk
Wertung: 8/10
Genre: Classical Folk Metal
Spielzeit: 55:43
Release: 23.06.2008
Label: Prophecy Productions

„Gut Ding will Weile haben“ sagt der Volksmund: Der Entstehungsprozess des ersten Albums der Formation „Todesbonden“ um die durch Autumn Tears bekannte Laurie Ann Haus hat drei Jahre in Anspruch genommen – und die Resultate können sich durchaus hören lassen. Die Band lässt Rock, Klassik und Folk zu einem Sound verschmelzen, der den Hörer in seinen Bann zieht, auch wenn die Songs teilweise ein paar schleppende Stellen beinhalten.

„Fading Empire“ ist größtenteils ein reiner Klassik- beziehungsweise Folksong, der nur an einigen Passagen Rockelemente einbringt: Einsteigend mit einer einzelnen Geige baut sich der Song zuerst mit Hilfe von einem Klavier und einer Harfe zu einem Folkstück auf, bevor dann Schlagzeug und Gitarre einen kurzen Einsatz haben. Nachdem dieser Aufbau noch einmal wiederholt wurde, stets begleitet von der sphärischen Stimme von Laurie Ann Haus, setzt die Band einen sanfter Schnitt und es folgt ein Klavierlauf, der sicherlich einigen klassischen Komponisten alle Ehre gemacht hätte – denkt man sich einmal die dann wieder einsetzende Rock-Begleitung weg. Das Wiederaufnehmen des Riffes verläuft ein wenig schleppend, allerdings endet der Song dann in einer weiteren, vom Klavier dominierten Klangorgie, für die sich das Warten durchaus gelohnt hat.

„Surya Namaskara“ steigt indes völlig anders ein: Hier wird eine Streichermelodie durch Marschtrommeln unterstützt, bevor die Sängerin sowie weitere Synthesizer einsetzen, die das Ganze mit eher orientalischen Instrumenten anreichern. Es folgt ein Teil, in dem die Gitarre die Melodieführung übernimmt und nachdem dann wieder die Streicher Überhand genommen haben, bekommt das Klavier seinen großen Auftritt. Derart abwechslungsreich bleibt der Song über die kompletten fünf Minuten.

Der Titeltrack „Sleep Now, Quiet Forest“ beschließt das Album in einer ruhigen Art und Weise: Im gesamten Song ist keine einzige verzerrte Gitarre zu hören, der Song erinnert stark an Ambient-Folk Stücke, wie etwa von Narsilion, ist aber von der Instrumentierung gesehen vielseitiger und dank Laurie Ann Haus’ Stimme auch in dieser Hinsicht prägnanter.

„Sleep Now, Quiet Forest“ ist insgesamt ein abwechslungsreiches Folk-Album, welches sich zwischen der rockigen und der Ambientvariante dieses Genres bewegt; eine Mischung, die trotz ein paar Schwächen beim Songwriting gelungen ist.

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