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Todd Sharpville: Porchlight

Der Bluesrock-Star legt sein bisher wohl bestes Album vor
Wertung: 9.5/10
Genre: Bluesrock
Spielzeit: 83:19
Release: 29.10.2010
Label: MIG Music

Todd Sharpville beglückt uns mit einem neuen Doppelalbum. In Deutschland noch deutlich unbekannter, kann Todd international immerhin schon auf große Touren mit Bands wie Joe Cocker, Pink oder auch B.B. King verweisen. Der 1970 geborene Musiker bekam während der Arbeit an "Porchlight" einen Nackenschlag in Form des Todes seines Vaters - und auch wenn es böse klingt: vielleicht hat gerade das dazu beigetragen, dass die Platte derart intensiv geworden ist.

Fast schon unglaublich, wie dieser erst 40-jährige den Blues in fast allen Spielarten perfekt intoniert. Kein Wunder, wurde der Londoner doch schon bei den UK Music Awards als bester Gitarrist vor Eric Clapton oder Gary Moore platziert. Wenn das mal keine Auszeichnung ist. Konsequent, dass "Porchlight" sein bisher bestes Album geworden ist.

Ob nun groovig verspielt bei „Used“ und „Whole Lotta Lady“ oder deutlich schwärzer in „Lousy Husband (But A Real Good Dad)“: Todd zeigt zu jedem Zeitpunkt, welch brillanter Musiker er doch ist, ohne aber unangenehm stark ins absolute Rampenlicht zu treten. Hier wird mit soviel Gefühl zu Werke gegangen, dass es einem wohlige Schauer über den Rücken wirft und die viel zitierte Gänsehaut zum Permanent-Fell verwächst. Bei schnellen Nummern mit wie "Can't Stand The Crook" kann der Mann aber auch mal ordentlich die Sau rauslassen.

Richtig traurig wird es mit klassischem Blues wie dem grandiosen „Why Does It Rain?“, „Misery“ oder „When The Blues Come Calling“. Das irgendwie positiv stimmende, rabenschwarze „Everything Will Be Alright“ muntert dann deutlich auf, genau wie das schöne „When The World Is Not Enough“.

Schade, dass auch noch „If That Ain`t Love What Is?“ den Weg auf den Silberling gefunden hat. Da hört man direkt, dass er nicht in das Gesamtkonzept passt, auch wenn es ganz sicher kein schlechter Track ist - und bezeichnenderweise der einzige, den Todd nicht selber geschrieben hat. Extrem gut dann wieder, dass zum Ende hin nochmal deutlich mehr gerockt wird: „Busted In Pieces“ und das unglaubliche „Porchlight“, das mit seinem Höhepunkt im grandiosen Schlussviertel punkten kann, in dem Todd den Tod seines Vaters zu verarbeiten versucht.

Fazit: Dieser Weiße kann den Blues zelebrieren wie nur wenige andere und liefert das beste und eines der vielfältigsten Bluesrock-Alben dieses Jahres. Dieser Mann hat absolut zu Recht Kultstatus, denn es gibt nur wenige Alben, die eine solche Intensität auszustrahlen vermögen. Schade zwar, dass auch ein fremdes Stück Einzug in die Tracklist gefunden hat - trotzdem eine klare Kaufverpflichtung!

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