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Timor Et Tremor: The Winding Path

Allen Black- und Pagan–Fans ans Herz gelegt
Wertung: 7/10
Genre: Black Metal, Pagan Metal
Spielzeit: 21:9
Release: 30.04.2007
Label: Eigenproduktion

Die erste Demo der deutschen Black / Pagan Metaller von Timor Et Tremor hört auf den Namen „The Winding Path“ und konnte bei mir schon nach wenigen Minuten auf große Sympathie stoßen. Dies auch da die Band ihr Demo zum kostenlosen Download auf ihrer Homepage anbietet. Diese Tatsache ist nicht nur äußerst sympathisch, sondern auch eine sehr clevere Angelegenheit. Wir alle kennen die abertausend Demoangebote, die man mindestens einmal im Monat von der Fachpresse oder täglich von den bekannten Internetmedien präsentiert bekommt, doch eigentlich greifen wir auf die Angebote doch eher selten zurück. Sei es, weil wir befürchten das Demo entspräche qualitativ nicht unseren Vorstellungen oder den oftmals optisch wenig ansprechenden Rohlingen mit eigenhändig kopierten Booklets, die man für einen nicht unbedingt geringen Preis ergattern soll. Timor Et Tremor machen es anders; oder besser ausgedrückt „machen es richtig“! So hat jeder die Chance sich mit der Band vertraut zu machen und die Gefahr sich für ein laues Lüftchen in Umkosten zu stürzen, existiert ebenfalls nicht. Dass dieser Weg mit entsprechender Promotion auch wesentlich erfolgreicher sein dürfte, sollte ebenfalls klar sein.

Hinzukommt, dass Timor Et Tremor musikalisch eine gute Figur machen. Natürlich ist das auf „The Winding Path“ gebotene ausbaufähig und natürlich ist die Soundqualität nicht „High – End“, aber das ist bei einem ersten Demo, obwohl die Bandmitglieder über Erfahrungen (zum Beispiel bei den Death Metallern von Twilight Prophecies) verfügen, auch nicht zu erwarten. Gut ist das Ganze dennoch. Timor Et Tremor spielen die Art von Black Metal, die mir besonders gefällt. Auf der einen Seite schön unterkühlt und (soundtechnisch) rau, aber auf der anderen Seite auch mit einem guten Gespür für Melodien und eingängigere Passagen, sodass man gar nicht erst mit der genretypischen Langeweile konfrontiert wird. Besonders hervorzuheben sind der treibende Opener „Bloodeagle“, mit seinen starken Gitarrenleads sowie den fauchenden Vocals von Frontmann Hendrik, und das eindringliche, leicht an Dissection und frühe Dimmu Borgir erinnernde „Black Havoc“, die für mich die beiden stärksten Songs auf „The Winding Path“ bilden. Aber auch das Immortal – lastige „Northern Lights“ und das old – schoolige „Allthing“ sind nicht zu verachten und empfehlen sich für eine ausführliche Listening – Session. Lediglich „Of Fire And Ice“ lässt mich relativ kalt und hier fehlt es einfach an etwas Besonderem. Zwar auch durchaus nett, aber mir fehlt hier das letzte Quäntchen Entschlossenheit.

Wichtig ist es jetzt das Timor Et Tremor ihren Stil noch weiter verfeinern und ihn auf eine brillante Ebene transportieren können. Nichtsdestotrotz ist „The Winding Path“ ein ordentlicher Einstand.

Fazit: Ich kann allen Black und Pagan – Fans dieses Demo nur ans Herz legen. Denn das Trio hat mit „The Winding Path“ einige wirklich gute Minuten zu bieten und mit der Besonderheit der kostenlosen Beschaffungsmöglichkeit hat auch der Nicht – Demo – Sympathisant nichts zu verlieren. Daumen Hoch!

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