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Thyrgrim: Winterhall

Nur knapper Durchschnitt
Wertung: 5.5/10
Genre: Black Metal
Spielzeit: 51:35
Release: 06.06.2006
Label: Northfire Records

Black Metal aus deutschen Landen muss sich schon lange nicht mehr hinter der internationalen Konkurrenz verstecken. Besonders im so genannten Old School-Sektor gibt es mittlerweile richtig gute Combos, die gerade skandinavischen Lärmbrüdern locker das Wasser reichen können. Grund genug also, sich auf den Genuss von Thyrgrim´s Debüt „Winterhall“ zu freuen.

Das Trio hat seinen Ursprung im Jahre 2004. Zwar erfolgte die Gründung nur von einem Düsterheimer, dieser konnte aber nach nicht all zu langer Zeit zwei weitere Gesellen um sich scharren. Als Folge davon entstand 2005 das erste Demo „Kältetot“, was ihnen anscheinend auch einen Deal mit dem kleinen, aber feinen, Label Northfire Records einbrachte.

Insgesamt werde ich mit „Winterhall“ nicht so richtig warm, das muss ich zugeben. Zum einen versprüht das Langeisen den nötigen Charme der alten Schule, sprich: Verzicht auf soundtechnische Schnörkeleien, ursprüngliche Drumsounds und sägende Gitarren, gepaart mit Kreischgesang. Wo die Gitarren aber noch präzise auf den Punkt kommen, holpern die Drums an manchen Ecken mächtig über das musikalische Parkett. Ob das nun an der Produktion oder am Spielen des Drummers liegt, ist etwas schwer herauszuhören. Fakt ist, dass das im Gehörgang etwas seltsam anmutet. Gesangstechnisch hantieren Thyrgrim mit deutschen Texten. Zwar verstehe ich aufgrund des extremen Gesangs kaum ein Wort, aber ich vertraue mal auf meine Kenntnis.

Was mir wirklich fehlt, das sind die herausragenden oder einfach nur richtig guten Songs. Mit „Kältetot“ und „Wenn es schneit“ können Thyrgrim in meinen Augen nur zwei halbwegs gute Treffer landen. Das akustische Schneetreiben zu Beginn und zum Ende von „Kältetot“ tauchen den Track in eine kalte, gespenstische Atmosphäre. Passend dazu die „schöne“ Gitarrenfigur und fertig ist der Soundtrack der nahenden Winterstürme. In die gleiche Kerbe schlägt auch der zweitgenannte Song, dem ebenfalls eine schaurig-schöne Gitarrenfigur zugrunde liegt.

Tja und vor, dazwischen und nach den beiden gähnt mir Langeweile und austauschbare Tonkunst entgegen. Zwar kommt auch mal die Akustikgitarre zur Auflockerung zum Einsatz und das Tempo variiert auch von Slo-Mo bis Blast, jedoch reicht das nicht aus, um die Platte spannend zu halten.

Im Moment sind Thyrgrim noch eine der Bands, die man irgendwo hört, nicht unbedingt schlecht findet, bei der man sich aber auch nicht die Mühe macht, den Bandnamen zu notieren oder zu merken. Doch ich kann mir vorstellen, dass da noch so einiges geht, wenn das Songwriting qualitätstechnisch ein paar Schritte nach vorne macht. Da ist auf jeden Fall Potenzial vorhanden, denke ich, obwohl ich der vorliegenden Scheibe nur knappen Durchschnitt attestieren kann.

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