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Thyrgrim: Niedergang

Der Niedergang des Black Metals
Wertung: 2/10
Genre: Black Metal
Spielzeit: 43:48
Release: 30.11.2007
Label: Eigenproduktion

Thyrgrim stammen aus dem Randgebiet des Ruhrpotts, haben sich im bitterkalten Winter 2004 gegründet und pflegen auch sonst so ziemlich alle Klischees, die man von einem typischen Black-Metal-Underground-Act so erwartet. Dieser Umstand schlägt sich dann auch äußerst effizient – Fragezeichen – auf die Musik nieder, denn im Grunde genommen zocken die Duisburger einen ziemlich müden Stiefel herunter, für den selbst so manche belanglose nordische Band Mitte der Neunziger keinen Blumentopf mehr gewonnen hätte.

Die mittlerweile zweite reguläre Veröffentlichung, „Niedergang“ betitelt, macht da absolut keine Ausnahme. Standardisierter, monotoner Düster-Metal mit dem szeneüblichen Gekeife und so mancher eintöniger Melodie prägen das Album und versenken es auf Anhieb in der Durchschnittlichkeit der nationalen Underground-Szene. Die verwursteten Arrangements mögen anfangs noch interessant sein, jedoch schleichen sich ständig neue Fremdzitate in den konservativen Rohkost-Sound ein, nur eben dilettantischer dargeboten, als man es von den namhaften Originalen gewohnt ist.

Nummern wie „In die Einsamkeit“ beispielsweise erinnern an die hilflosen ersten Gehversuche von Immortal, wobei die handwerklichen Defizite hier wirklich schön aufgebahrt sind. Die Arbeit an der Lead-Gitarre zum Beispiel dürfte so manchen Schwarzmetaller zu einem unfreiwilligen Lächeln zwingen, ebenso der rhythmische Einheitsbrei. Und hier vor allem die lächerlichen Schlagzeug-Parts, sind wirklich Gipfel dessen, was Thyrgrim als Black Metal der älteren Schule verkaufen.

Sorry Jungs, aber das war wohl ein klassisches Eigentor! Euronymus höchstpersönlich würde euch den Hintern versohlen, müsste er mit anhören, wie ihr den aggressiven Sound, den er einst mitgetragen hat, mit kompositorischer und spieltechnischer Peinlichkeit gen Belanglosigkeit führt. Naja, wenigstens ein schönes Cover gibt’s auf „Niedergang“ zu bestaunen. Dass eben jener der Szene droht, wenn derartige Releases überhand nehmen, scheint man aber in Duisburg nicht verstanden zu haben.

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