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Thy Disease: Rat Age (Sworn Kinds Final Verses)

Interessante und ausbaufähige Mischung aus Industrial und Death Metal
Wertung: 8/10
Genre: Industrial Death Metal
Spielzeit: 39:1
Release: 21.01.2008
Label: Metal Mind Prod.

Thy Disease stammen aus Polen und konnten sich dort in der Undergroundszene über die Jahre hinweg einen guten Namen erspielen. Eingefleischte Fans kennen zwar die Jungs auch in unseren Breitengraden, allerdings sind die Deather in Deutschland weitgehend unbekannt.

Gegründet 1999 in Polen, nahm man bereits im gleichen Jahr das erste Demo namens „Art of Decadence“ und gewann sogar den 2ten Preis des „Metal Millenium Party“-Contest für Newcomer un Krakau, Polen. Nach einem weiteren Demo im Jahr 2000 konnte man ein Jahr später den lang ersehnten Plattenvertrag einheimsen, so dass bald das Debutalbum „Devilish Act of Creation“ veröffentlichen konnte. Mittlerweile hat man mit „Rat Age (Sworn Kinds Final Verses)“ bereits das 4te Album fertig, wobei man das Album bereits 2006 über Empire Records veröffentlicht hatte, die Scheibe aber nun erneut von Metal Mind Productions aufgelegt wird.

Musikalisch zeichnete man sich bisher dadurch aus, größtenteils das Gaspedal durchzutreten als auch sehr technisch zur Sache zur gehen. Doch offensichtlich hat man sich mit dem aktuellen Album „Rat Age (Sworn Kinds Final Verses)“ weiterentwickelt und zeigt deutlich mehr modernere Elemente, wie u.a. auch sphärische Synthesizer, Loops und Sequenzer. Aufgrund der härteren Death Metal Elemente neigt man dazu neben den Standard mäßigen Einflüssen wie z.B. Morbid Angel auch deren Landsmannen von Nocturnus auf den Plan zu rufen, doch nach einer Weile kommt einem auch öfters Samael in den Sinn, vor allem zum Beispiel bei dem sehr Industrial angehauchten „Antidote“. „Lifeform“ klingt hingegen stellenweise wie ein Hybrid aus Samael und neueren Sepultura.

Vor allem bei Songs wie dem Opener „Prophecy“ oder dem darauf folgenden ist die Symbiose zwischen Death Metal und elektronischen Elementen nahezu perfekt gelungen, da man zum einigen technisches als auch grooviges Riffing mit abwechslungsreichem Riffing und coolen, stimmungsvollen Synthesizern verbindet, was als Resultat wirklich innovativ klingt. Auch die nächste Nummer namens „Enemies“ klingt hier wirklich sehr viel versprechend.

Doch bereits bei „Syndicate“ tritt Langeweile ein, zwar hält man hier die Death Metal Fahne noch nach oben, aber irgendwie wirken die Riffs hier etwas uninspiriert. Mit dem saucoolen „Fire Storm“ (geniale Loops und Sequenzer Effekte!) fängt man sich zwar noch mal, aber bereits bei „Rat Age“ beginnt man trotz einem starken Beginn wieder zu schwächeln, wobei hier vor allem die Strophe (ein wahres Riffmonster) megastark ausgefallen ist! Und auch das abschließende „Unity“ fällt leider komplett aus der Reihe, da man sich hier lediglich auf die Elektronik Elemente konzentrierte und ne Mischung aus Ambient, Drum ´n Base, EBM und Industrial abliefert, was weder in das musikalische Konzept passt, noch überhaupt gut klingt.

So hinterlassen Thy Disease zwar mit „Rat Age (Sworn Kinds Final Verses)“ ein gutes Album, das einige wirklich herausragende Track enthält, aber auch einige starke Schwachstellen enthält, welche den Gesamteindruck doch trüben. Sollte man dieses Album irgendwo günstig sehen (bei einigen Konzerten mit polnischen Bands gibt’s die als nagelneu für nen Fünfer) kann man dennoch zugreifen.

Wollen wir nur hoffen, dass das Quartett die Kinderkrankheiten bis zum nächsten Album behoben hat.

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