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Thundermother: Thundermother

Ist etwa Weibsvolk anwesend?
Wertung: 8/10
Genre: Rock, Hard Rock
Spielzeit: 43:28
Release: 23.02.2018
Label: Despotz Records (Cargo Records)

Ja allerdings, so ist es! Und zwar obendrein noch kräftig rockendes Weibsvolk. Denn das neue Album „Thundermother“ der gleichnamigen Band, bei welcher es sich im Übrigen um eine reine Damengruppe handelt, kann sich mehr als nur sehen lassen. Nachdem im vergangenen Jahr vier der vorherigen Mitglieder die seit 2010 bestehende Gruppe um Gitarristin Filippa Nässil verlassen hatten und drei neue hinzugekommen waren, gibt es nach der ersten Single „We Fight For Rock n' Roll“ sowie einer Tour quer durch Europa im vergangenen Sommer jetzt mit der Ende Februar erschienenen Platte nun das erste vollständige Album mit der neuen Besetzung.  

Dreizehn deutlich Old School-angehauchte Songs finden sich auf der Platte und gleich der erste versetzt einen – trotz der Tatsache, dass die Gruppe ursprünglich in Schweden beheimatet ist – innerlich gefühlt auf einen staubigen Highway irgendwo im Wilden Westen. Denn „Revival“ ist ein schön fetter Opener mit – wie auch bei den restlichen Songs – nicht zu sparsam eingesetzter Schlagzeugbegleitung, bei dem auch die kraftvolle Stimme von Frontfrau Guernica Mancini hervorragend zur Geltung kommt.

Nahtlos auf dem gleichen Energielevel geht es mit dem enthusiastisch geschrubbten „Whatever“ und dem trotz des Titels etwas weniger kratzbürstigen „Survival Song“ weiter, bevor mit „Racing on Mainstreet“ ein energiegeladener Autofahrsong dran ist, den man sich bei Bleifußneigung besser für Autobahnen ohne Geschwindigkeitsbegrenzung aufheben sollte. Denn dieser Track macht seinem Namen durchaus Ehre und könnte selbst einen sonst eher gelassenen Fahrer möglicherweise zu einer beherzteren Fahrweise verleiten.

Die gefühlte Dreißigerzone folgt unmittelbar darauf mit der  Ballade „Fire in the Rain“, bei der es sich gleichzeitig um eine der Singles handelt. Sehr ruhig, stellenweise schon fast ein wenig kitschig und sicherlich Geschmackssache. Doch dieses Abdriften von ernstgemeinten Gitarrenriffs währt nicht lange: Nach dem ebenfalls recht eingängigen „Hanging At Your Door“, das manchem vielleicht ebenfalls hier und da ein wenig lang wird, geht es flott und unter beherzten Einsatz von Schlagzeugerin Emlee Johansson mit „Rip Your Heart Out“ weiter, bevor die Reihe an meinem persönlichen Favoriten des Albums ist: „The Original Sin“ ist kratzig-klangvoll, nicht eben zahm und macht schlichtweg gute Laune.

Ungezügelt, kurz und geht direkt ins Blut – trifft sicher auf so manchen Song von Thundermother zu. Hier sei dabei aber besonders auf „Quitter“ und die klare musikalische Ansage „We Fight For Rock n' Roll“ hingewiesen, die vor dem etwas gemächlicheren aber sehr melodiösen „Follow Your Heart“ noch einmal für Stimmung sorgen. Den Abschluss bilden mit „Children On The Rampage“ und „Won't Back Down“ zwei weitere schnörkellose Rockhymnen mit, die sich hartnäckig im Ohr halten.

Kurz und schmerzlos also: Eine gelungene und sehr geradlinige Platte, die vielleicht an musikalischer Komplexität nicht das Rad neu erfindet. Das ist aber auch gar nicht nötig, denn vielleicht kommt gerade daher dieser hartnäckige Ohrwurmcharakter der quasi durchgängig kratzig-schönen Songs. Definitiv hörenswert!

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