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Thunderblast: Invaders From Another World

Gute Instrumentalfraktion, an den Vocals hapert’s
Wertung: 5.5/10
Genre: Power Metal, Heavy Metal
Spielzeit: 56:34
Release: 29.07.2011
Label: Pure Steel Records

Der Name Thunderblast weckt beim ersten Hören unterschiedliche Assoziationen: Bestenfalls denkt man an Blastbeats, Doublebass, Geschwindigkeit – schlechtestenfalls an teutonischen Bombast und einen pathetischen Sänger. Und warum weiß man sofort, dass das Bandlogo hellblau ist?!

Da man selten das kriegt, was man sich wünscht, gehören Thunderblast aus Kolumbien natürlich zur letzteren Kategorie. Nun hat die Schreiberin dieser Zeilen sich im Lauf der Zeit mit einem Berg an Power, Classic und True Metal anfreunden können und müssen, daher verliert das neue Album „Invaders From Another World“ seinen anfänglichen Schrecken auch recht schnell, was aber nicht heißt, dass der Zweitling der Combo einen zu Begeisterungsstürmen hinreißen könnte. Allerdings: Für südländischen Power Metal hat das Teil schon eine ganze Menge lichte Moment – den Großteil davon produziert zwar die zweiköpfige Gitarrenfraktion, die zumindest den eher mittelprächtigen Gesang von Fronter Felipe Machado Franco wettmacht, aber auch der neu an Bord gestiegene Drummer Christian Gaitan macht seinen Job ziemlich gut, obwohl hier ein wenig mehr Bumms der Produktion sicherlich nicht geschadet hätte.

Dass die Herren es sich erst kürzlich auf Pure Steel Records gemütlich gemacht haben, dürfte niemanden wundern, hat das Label aus dem Erzgebirge doch Combos wie Warrant, Dragonsfire oder Razor Fist unter seine schwermetallischen Fittiche genommen. Thunderblast passen in dieses Potpourri von Power-, Thrash-, Classic-, True- und sonstigem ehrbaren Old-School-Metal ziemlich gut rein. Und sie machen ihre Sache zumindest besser als viele andere Combos derselben Sparte.

Gestartet wird traditionell mit einem instrumentalen Intro, in diesem Falle das leicht dramatische „We Are Not Alone“, das natürlich titel- und soundtechnisch den Albumtitel unterstützt. Nachfolgend gibt’s mit „Core Domain“ bereits die volle Metal-Breitseite: rasante Riffs, dynamische Drums, nur Sänger Felipe klingt ein bisschen heiser und angestrengt mit seinem sehr euphorischen Gesang. Der Mann macht zwar den entscheidenen Fehler, dass er mehr schreit als singt, was seiner Tonlage nicht unbedingt zupass kommt, aber da hier ohnehin erst das zweite Album vorliegt, kann man sich mit dem Gedanken trösten, dass die Vocals noch ausbaufähig sind.

„Target Earth“ fällt da ungleich besser aus – der Gesang pendelt immer mal wieder zwischen Iced Earth und älteren Iron Maiden, eine Prise Geschrei gibt’s auch, wodurch der Song zwar ein wenig chaotisch wirkt, aber dennoch nicht an Struktur verliert. Auch der angeschlossene Titeltrack weiß zu überzeugen: Eingeleitet mit einem sehr einprägsamen Gitarrenriff und galoppierendem Geschredder kann der Song direkt in der ersten halben Minute punkten, erst recht mit dem ohrwurmigen Refrain, der zwar typischen Power Metal ausstrahlt, aber durch Felipes Stimme eine sehr eigene Nuance bekommt.

Auf die komplette Spieldauer von über einer Stunde muss man sich eingestehen, dass die Vocals allmählich anstrengend für Trommelfell und Nerven werden. Felipe gibt sich alle Mühe, und er entspricht auch völlig dem Geist des Power Metal: pathetisch, laut und nicht immer in der richtigen Tonlage. „War Of The Monsters“ entpuppt sich zwar noch mal als echter Ohrwurm, bringt aber auch nicht viel mehr als die üblichen Heavy-Metal-Zutaten auf den Tisch.

Fazit: Ein paar kleine Highlights haben sich auf „Invaders From Another World“ zwar versteckt, das reicht aber bei Weitem noch nicht aus, um dem Album das Prädikat „gut“ zu verpassen. Die Instrumentalfraktion leistet ganze Arbeit, stimmlich gibt es allerdings Handlungsbedarf. Vielleicht verbessert sich das ja noch im Lauf der nächsten Alben, hier schaffen es Thunderblast aber gerade mal über die Halbzeit.

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