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Thrudvangar: Ahnenthron (remastered)

Passendes zum Julfest
Wertung: 9.5/10
Genre: Viking Metal
Spielzeit: 46:47
Release: 01.12.2006
Label: Einheit Produktionen

Jawoll, ihr Kinder Odins, das ist es, was ihr zum Jahresende noch unbedingt braucht, um euren Ohren und Augen etwas Gutes zu tun!

Denn wie ihr ja wohl alle wisst, wird am 01.12.06 das Julfest gefeiert, und was könnte es anlässlich dessen passenderes geben, als dem Debütalbum „Ahnenthron“ der Cöthener noch mal ein Facelift zu verpassen und das längst vergriffene Album noch mal einer breiteren Fanbase nahe zu bringen. Als wäre eine neue Auflage dieses fulminanten Erstlingswerkes nicht schon genug, gibt es nun auf dem Re-Release über ihr Label Einheit Produktionen auch noch den Song „Piraten Des Nordens“ als Multimedia-Bonus.

Wenn ich mir die Songs auf der CD anhöre, kommt es mir unweigerlich in den Sinn, wie es gewesen sein könnte bei den stolzen Wikingerkriegern … bei einem Gelage, beim Kampf, oder aber auf einem Drachenschiff gen Süden … die Cöthener Jungs erzählen auch auf ihrem Debüt heroische Geschichten von glorreichen Zeiten der grossen Krieger.

Und genau das realisieren sie durch episch anmutende Keyboards und Black Metal-artige Passagen und nicht zuletzt sorgen diese grossartigen Growls für weitere Stimmungsbilder, die die Musik von Thrudvangar zu etwas ganz Besonderem machen. Einziger kleiner Kritikpunkt wären die clean vorgetragenen Vocals, die etwas von der erhabenen Stimmung nehmen, welche in den Songs vorherrscht. Also die Herren, lieber mehr Wikinger-mässige Growls, bitteschön!

Insgesamt gesehen ist „Ahnenthron“ um einiges rauer und brutaler als der Nachfolger „Walhall“. Allerdings gehöre ich zu denjenigen, die eher diese brutalere Schiene Thrudvangars bevorzugen, denn meiner Ansicht nach passt dies besser zu der ganzen Thematik, welche die Cöthener in ihren Hymnen verkörpern.

Das Intro startet schon so richtig schön, wie man sich die gute, alte Zeit vorstellen mag … heroisch, beherzt und von grossen Taten verkünden wollend, von denen hier noch erzählt werden mag…  Und ab … so quasi mitten ins Schlachtengetümmel geht es dann mit dem ersten Song „Die Drachen Und Der Runenstein“, der sich als die erste Hymne dieses Albums entpuppt. Die Tempowechsel bringen richtig schön Leben in die Bude. Das Julfest steht an…deshalb folgt auch das Stück „Jul“. Und zum Feiern eignet sich dieses Stück sicherlich bestens.

Der Titelsong „Ahnenthron“ beginnt mit heftigen Gitarren, ist aber trotzdem recht keyboardlastig. Dieser Song gestaltet sich dann im weiteren Verlauf fast schon zu einem Black Metal-Stück, das wieder geniale Growls beinhaltet. Kommt live sicherlich supergut! Die „Heilige Flamme“ beginnt recht gemach, ihren Charme zu entfalten. Einzig im Refrain geht es dann etwas schneller zur Sache.

Dann kommt mein Favorit: „Piraten Des Nordens“. Bestens in Szene gesetzt kann man dieses Stück einfach nur nennen: Harte Gitarren und dann dieser Black Metal-typische Part … super gemacht, Jungs! Und umso geiler finde ich es, dass der Multimediapart genau diesen Song live on stage beim Under The Black Sun beinhaltet. Das macht echt mächtig Hunger auf eine baldige Tour! Drums und eine akustische Gitarre, dazu ein fast schon melancholisches Keyboard leiten dann den „Kampf Des Lebens“ ein. Sehr schönes, melodisches Stück und eher im Midtempo angesiedelt.

Bei „Thingfrieden“ kommt wieder das zum tragen, was ich bereits oben erwähnte: Die cleanen Vocals wollen in meinen Ohren einfach nicht so gut zu dem ganzen Wikinger-Thema passen wie es dagegen diese genialen Growls tun. „Departure In The Night“ ist dann das einzige englische Stück auf dem Album. Ich denke, ich bin nicht die einzige, die dieses Stück dermassen stark findet, dass die Jungs es sich noch mal gründlich durch den Kopf gehen lassen sollten und es dann doch mal live spielen sollten.

Bei „Einherjer“ gefällt es mir die vorherrschende Keyboardmelodie sehr gut. Aber auch der schnellere Schlusspart ist nicht von schlechten Eltern. Zum folgenden Instrumental des Songs „Thrudvangar“ bleibt nur noch, sich ein Horn Met zu nehmen und zu geniessen … herrlich! Der Multimediapart schliesslich zeigt die Liveperformance des Songs „Piraten des Nordens“ … das macht Hunger auf eine baldige Tour der Band!

Es war ein sehr guter Entschluss, das längst vergriffene Debüt der Viking Metaller noch mal in remasterter Form zu veröffentlichen. Damit dürfte sich die Band neue Fans wie auf einem Eroberungszug der alten Wikinger dazugewonnen haben. Fazit: „Nicht lange fackeln, sondern zugreifen!“ lautet hier die Devise bei diesem verdammt starken Debütalbum! Ruhm und Ehre … genau das könnte es sein, was die Band mit ihren beiden grossartigen Alben ernten könnte.

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