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Throwdown: Venom & Tears

Wiederbelebung der 90er
Wertung: 8/10
Genre: Death Metal , Thrash Metal
Spielzeit: 52:37
Release: 24.08.2007
Label: Trustkill / SPV

Meine Damen, meine Herren! Das Knüppelkarussell dreht sich wieder! Die Einladung zur Fahrt kommt diesmal aus Orange County im sonnigen Kalifornien. Die Jungs von Throwdown machten bisher, recht erfolgreich, mit einem metallisch geprägten Hardcore auf sich aufmerksam und spielten unter anderem auf dem Ozzfest, der Warped Tour und zogen zuletzt mit Machine Head und Arch Enemy durch die USA.

Doch nun vollzieht der Prügelvierer eine nicht ganz unerwartete Kurskorrektur in Richtung Metal, denn schon auf der letzten Platte „Vendetta“ ließ sich ein größerer Metal-Einfluss bemerken. Da wir aber nun nicht wissen, was genau uns eigentlich erwartet, können wir gespannt ins Karussell einsteigen und ein paar Runden drehen.

Mit Volldampf geht sie los, die wilde Fahrt! Die Mannen um Dave Peters begeben sich mit „Venom & Tears“ offensichtlich nicht auf komplettes Neuland - der Hardcoreursprung ist noch erkennbar. Klar, gelernt ist gelernt. Der Anfang der Scheibe wirkt sogar ein bisschen wie der Beginn einer soliden Hardcore-Platte, schön geknüppelt und mit der nötigen Brutalität, wechselt jedoch ziemlich schnell zu eingängigen, Neo-Trash-artigen Klängen.

Diese Mischung ist unseren Ohren doch sehr vertraut. Das Ganze ist wie die Auferstehung von Pantera. Besser lässt sich dieses Werk der Straight-Edge-Band aus dem Wilden Westen nicht beschreiben. Sie klingen wie Pantera – in so gut wie jeder Hinsicht. Der Gesang könnte von Phil Anselmo persönlich stammen und das Riffing ist ganz eindeutig in Erinnerung an Dimebag entstanden, auch wenn es natürlich nicht die Klasse des Vorbildes besitzt.

Trotz dieser Übereinstimmungen sind Throwdown alles andere als eine billige Kopie der Texaner. Die ganze Scheibe hindurch ist dieser Groove zu spüren, der schon auf den anderen Werken der Ballerbrigade zu vernehmen war und ebenso dafür gesorgt hat, dass die Band sich aus dem Brei der Hardcore-Formationen abhebt, wie er jetzt bewirkt, dass die Jungs aus O.C. California ihren eigenen Klang behalten.

Außerdem besticht die Platte durch einen geschickten Aufbau. Neo-Thrash-Hammer, wie zum Beispiel „Day Of The Dog“, wechseln sich geschickt mit brutalen Knüppelstücken, wie in diesem Falle „S.C.U.M.“, ab und beugen so Langeweile vor. Mit „Cancer“ wird ein kurzes, ruhiges Instrumental eingestreut, das uns eine willkommene Verschnaufpause bei dieser rasanten Reise in der Walzerbahn und dann direkt in „Hellbent (On War)“ übergeht.

Letzteres erinnert ein wenig an Soulfly und ist ein Song zum Mitgröhlen, an dem man ablesen kann, dass die Amerikaner eine wahnsinnige Live-Band sein müssen. Mit dem einfachen, strikten „I, suicide“ wird dann am Ende der CD noch einmal die Rolle rückwärts gemacht und die Hardcoreler kommen auf ihre Kosten, bevor die Karussellfahrt mit dem Sepultura-Cover „Propaganda“ einen würdigen Abschluss findet.

Fazit: Throwdown haben ein sehr gutes Album geschaffen, das trotz der dumpfen, schwammigen Produktion den Klang der frühen 90er, inbesondere von Pantera, wiedererweckt. Tolle Scheibe! Kaufen!

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