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Throwdown: Intolerance

Gefällt stimmungsabhängig
Wertung: 6,5/10
Genre: Modern Metal
Spielzeit: 28:23
Release: 21.02.2014
Label: Steamhammer / SPV

Sie werden den Rang der neuen Pantera wohl nie bekleiden können, haben aber zumindest die Riffgewalt des Dimebag-Clans längst in ihren Sound integriert. Dennoch werden Throdown wohl langsam aber sicher realisiert haben, dass der absolute Durchbruch wohl für immer Wunschdenken bleiben. Sechs Anläufe hat die Truppe aus dem Orange County bereits mehr oder minder erfolgreich gewagt, aber den großen Namen hat die Band bis heute nicht erlangen können.

Woran es konkret hapert, dokumentiert der aktuelle Silberling eigentlich ziemlich genau: Die Band hat keine echte Seele. Throwdown verstehen sich durchaus darauf, brachiale Gitarrenwände zu erzeugen und in ihren Songs auch fokussiert auf den Punkt zu kommen. Doch wenn man das Ganze nimmt, mit dem Schnitt der Szene gegenüberstellt und am Ende überlegt, welche charakteristischen Eigenschaften nun bei Throwdown stehen, wird man feststellen: Viel ist da nicht.
Die Qualitäten der neuen Scheibe soll dies jedoch nicht mindern, denn "Intolerance" ist zweifellos ein ziemlich fettes Brett mit einigen massiven Brechern und vor allem reichlich Wut im Bauch. Egal ob sich das Ganze eher schleppend vorwärts bewegt ("Suffer. Conquer"), Stakkatos die Szenerie bestimmen ("Borrowed Time") oder auch mal ein Vorstoß in andere, höhere Temporegionen gewagt wird ("Without Weakness") - es knallt immer mächtig. Selbst einige neumetallische Zitate, wie sie die Band schon seit jeher einbaut, sind da sehr willkommen, da sie hier und dort auch die nötige Abwechslung einbauen. Doch während man sich von "Intolerance" den Allerwertesten versohlen lässt, kommt doch immer wieder die Erkenntnis, dass das einmalige Hörerlebnis ganz angenehm ist und vor allem dabei hilft, eine Menge Energie loszuwerden, der Stoff sich aber auch in einer überschaubaren Zeit zu verbrauchen droht. "Intolerance" ist ein Album, das stimmungsabhängig gefällt, weil es eben nur den Punch, nicht jedoch den kreativen Aspekt betont. Und damit bleibt die oftmals angesprochene Limitierung des Throwdown-Sounds auch diesmal ein Hindernis dabei, einen Schritt vorwärts zu kommen.

Wer sich gerne die Fresse mit Musik polieren lässt, ist bei "Intolerance" ohne jeden Zweifel an der richtigen Adresse. Wer jedoch den langfristigen Genuss sucht (remember Pantera), der sollte gut überlegen, ob er es bei den Originalen belässt oder doch ein bisschen Brachialkost fürs Kurzzeitgedächtnis anschafft.

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