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Through The Ashes: The End of Evolution

Lasst Euch dieses Demo nicht entgehen!
Wertung: 9/10
Genre: Metalcore
Spielzeit: 21:13
Release: 31.03.2007
Label: Eigenproduktion

Würde man sich „The End Of Evolution“ ganz ohne Background – Informationen anhören, so würde wohl niemand auch nur im entferntesten auf die Idee kommen, dass es sich bei der fünf Songs umfassenden CD um ein Demo handelt. Und ich gehe sogar soweit zu sagen, dass „The End Of Evolution“ das wohl beste Demo überhaupt ist, das mir bisher in die Hände geraten ist. Die Band, die hinter diesem steht hört auf den Namen Through The Ashes und stammt aus dem wunderschönen NRW. Begonnen hat alles im Sommer 2006 als Idee des ehemaligen Symbiontic – Gitarristen Torsten Horstmann, der in Axel Schulze - Bisping (Gesang), Oliver Kaminski (Gitarre), Matthias Spaeth (Bass) und Jan Zanoth (Schlagzeug) vier äußerst talentierte Bandgefährten gefunden hat.

Was die fünf Songs besonders auszeichnet, ist, dass sie trotz der Zugehörigkeit zum absolut überlaufenen Metalcore – Genre unheimlich interessant klingen und die Band sich dank der sehr old – schooligen Note, die vor allem die extrem schwermetallischen Gitarren erschaffen, doch sehr weit vom leider immer größer werdenden Metalcore - Einheitsbrei der letzten Jahre distanziert. Die fünf Songs brodeln nur so voller Energie und treibenden Riffgewittern, dass ich „The End Of Evolution“ auch Nicht-Genre–Fans an Herz legen kann. Der Sound des Demos ist übrigens erstklassig – wenn auch verständlicherweise nicht völlig high – end - und steht Produktionen vieler „Vertragsbands“ in nichts nach. Man kann kaum glauben, dass der satte Klang von „The End Of Evolution“ tatsächlich im Proberaum der Band und nicht im Studio eingefangen wurde. Mein Kompliment!

So besticht der starke Titelsong und zugleich Opener vor allem mit seinem tierischen Rhythmus, der perfekt zwischen typisch wilden Hardcore – Passagen und aggressiven Death Metal Doublebass – Attacken pendelt. Hinzu kommen sehr traditionelle Melodie – Gitarren und der starke Gesang von Axel, der wirklich zu den besten Männern in diesem musikalischen Sektor gehört und mit seiner recht rauen Stimme das Szenario ordentlich anpeitscht.

Nicht minder göttlich ist das folgende „Consumed By Existence“, welches streckenweise, was die Gitarren anbelangt, noch verspielter zur Sache geht, was mir allerdings sehr gut gefällt. Auch hier geht der Rhythmus wieder durch Mark und Bein und hinterlässt unmittelbar seine Spuren. In den Strophen erinnern Through The Ashes leicht an Killswitch Engage, man fragt sich nur, warum die US – Amerikaner dies auf ihrem letzten Album nicht mehr so genial hinbekommen haben. Besonders live dürfte der treibende Song ein Kracher werden, denn nicht selten tobt ein wilder, imaginärer Moshpit vor den Augen des Hörers. Im Mittelteil erklingen kurzzeitig verträumte Akustikgitarren, nur um das Ende von „Consumed By Existence“ noch imposanter zu gestalten, denn nach einem kurzen, Maiden – artigen Solo hauen die Jungs nochmal alles an Aggressivität raus.

Sieht man von den Vocals einmal ab, zeigt „Corpse Filled Fields“ rein instrumental sehr deutliche Melodic Death Metal – Elemente und macht dementsprechend auch viel Spaß, wenngleich mich der Song aus irgendeinem Grund nicht ganz so pushed wie die beiden Vorgänger. Anders sieht dies schon wieder mit dem rasanten „Boiling Point“ aus, welches nicht nur alles plättet, was ihm in den Weg kommt, sondern einfach zeigt, was Through The Ashes verdienen; nämlich einen fett dotierten Plattenvertrag mit allen daraus resultierenden Privilegien. Das ist einfach (extrem harter) Metalcore „at it's best“.

Bei „Gods?“ greifen Through The Ashes erneut auf Akustikgitarren zurück und erzeugen damit eine sehr melancholische Atmosphäre, die zweimal aufkommt, doch dann sofort von enorm harten Metal – Passagen durchbrochen wird. Dieser Kontrast funktioniert prächtig und vor allem die absolut geniale Gesangsleistung von Alex, der sehr wütend und dabei enorm emotional zu Werke geht, ist Weltklasse. Gegen Ende erklingen dann auch ein paar unerwartete Pianotöne, die „The End Of Evolution“ ausklingen lassen. Nur schade, dass dieses Ende schon recht früh kommt, doch ich hoffe, es dauert nicht zu lange, bis uns die Band mit weiteren Songs beehrt.

Fazit: Insgesamt ist „The End Of Evolution“ ein sehr geniales Demo, welches ich jedem empfehlen kann, der sich für diese Art von Musik gerne begeistern lässt. Da man doch davon ausgehen muss, dass die Band nicht nur bei der Produktion, sondern auch musikalisch (schließlich besteht die Band erst seit dem letzten Jahr) noch zulegen kann bzw. wird, denke ich, dass auf Through The Ashes eine große Zukunft wartet und wir uns künftig einiges erhoffen dürfen. Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn die Band in den nächsten Monaten kein großes Vertragsangebot bekommt.

Besucht unbedingt für weitere Infos oder Anspielmöglichkeiten: http://www.myspace.com/entertheashes

Das Album gibt es übrigens innerhalb Deutschlands für günstige 6,50 € (inklusive Porto und Verpackung) zu bestellen. Schreibt deshalb umgehend an: throughtheashes@remove-this.gmx.net

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